1. Saarland

"Wir haben alles gegeben"

"Wir haben alles gegeben"

Hasborn. Mittwochabend 20.17 Uhr im Dillinger Parkstadion. Der SV Rot-Weiß Hasborn hat das Saarlandpokal-Finale gegen den drei Klassen höher spielenden 1. FC Saarbrücken gerade erwartungsgemäß verloren. Saarbrücker Fans stürmen den Platz und feiern mit ihrer Mannschaft. Aber auch die rund 600 mitgereisten Hasborner Anhänger sind stolz auf ihr Team und machen mit ihr die Welle

Hasborn. Mittwochabend 20.17 Uhr im Dillinger Parkstadion. Der SV Rot-Weiß Hasborn hat das Saarlandpokal-Finale gegen den drei Klassen höher spielenden 1. FC Saarbrücken gerade erwartungsgemäß verloren. Saarbrücker Fans stürmen den Platz und feiern mit ihrer Mannschaft. Aber auch die rund 600 mitgereisten Hasborner Anhänger sind stolz auf ihr Team und machen mit ihr die Welle. Denn Hasborn hat sich super verkauft und nur knapp mit 1:2 (0:1) den Kürzeren gezogen.SVH-Trainer Heiko Wilhelm sitzt unterdessen ein bisschen traurig auf der Trainerbank. "Nach einer Niederlage ist man im ersten Moment immer enttäuscht, trotzdem können wir stolz auf die Leistung sein", sagt der Trainer, nachdem er sich etwas gesammelt hat. Komplimente für die Hasborner Leistung gab es auch vom Gegner. "Es war ein hartes Stück Arbeit für uns. Hasborn war vor allem defensiv sehr geordnet", erklärte FCS-Trainer Jürgen Luginger.

Hasborns Kapitän Manuel Schirra konnte aber auch das Lob, das seine Mannschaft von allen Seiten erhielt, nicht über die Enttäuschung hinwegtrösten: "Dass wir uns gut präsentiert haben, zählt in einem Finale leider nicht. Morgen interessiert das keinen mehr." Für Schirra war die Begegnung schon nach 69 Minuten beendet. "Ich habe mir eine Zerrung zugezogen, es ging nicht mehr", berichtete der 28-Jährige. Zum Zeitpunkt als Schirra raus musste, stand es noch 1:1 - Hasborn durfte noch von einer Sensation träumen.

Stephan Sieger hatte den Drittligisten aus Saarbrücken vor 4000 Zuschauern in der 36. Minute mit 1:0 in Führung gebracht, doch Hasborn hielt gut mit. "Wir spielen super", zeigte sich Hasborns Torwart-Trainer Wolfgang Scherer in der Pause zufrieden und meinte: "Nur der Gegentreffer war nicht nötig. Da hätten wir vorher klären können." Mehrmals brachte die Hasborner Defensive den Ball vor dem 0:1 nicht aus der Gefahrenzone.

Acht Minuten nach der Pause sprang Scherer auf der Bank dann jedoch jubelnd in die Höhe. Jan Stutz erzielte nach Vorarbeit von Matthias Krauß den 1:1-Ausgleich für Hasborn. Krauß luchste dabei FCS-Verteidiger Tim Kruse im Strafraum den Ball ab und legte quer in die Mitte zu Stutz, der aus sechs Metern einschoss. "Matthias hat da gut nachgesetzt. Der Rest was nur noch Formsache", erklärte Torschütze Stutz.

Doch nach dem 1:1 drehte der FCS auf und erzielte in der 74. Minute - wieder durch Stephan Sieger - den Siegtreffer. Der Saarlandligist aus Hasborn hatte durch Krauß zwar wenige Minuten später noch eine Chance zum Ausgleich. Doch der 19-Jährige scheiterte mit einem Schuss ins kurze Eck an FCS-Schlussmann Enver Marina. "Wir haben gekämpft und alles gegeben. Mehr konnten wir nicht machen", so das Fazit von Stutz unmittelbar nach dem Abpfiff.

In der Fußball-Saarlandliga erwartet der SV Hasborn an diesem Samstag um 15.30 Uhr den Tabellen-Vierten FSV Jägersburg.

"Es war ein hartes Stück Arbeit für uns. Hasborn war vor allem defensiv sehr geordnet."

FCS-Trainer

Jürgen Luginger