1. Saarland

"Wir alle können zufrieden sein"

"Wir alle können zufrieden sein"

Marpingen/Illingen. "Wir haben viel gemeinsam erreicht, und es hat Spaß gemacht." Mit diesen Worten hat der Illinger Bürgermeister Armin König am Montag seinen Posten als Vorsteher des Zweckverbandes Illrenaturierung an seinen Nachfolger abgetreten. Von nun an lenkt der Marpinger Bürgermeister Werner Laub die Geschicke des Verbandes - gemeinsam mit Geschäftsführer Ulrich Heintz

Marpingen/Illingen. "Wir haben viel gemeinsam erreicht, und es hat Spaß gemacht." Mit diesen Worten hat der Illinger Bürgermeister Armin König am Montag seinen Posten als Vorsteher des Zweckverbandes Illrenaturierung an seinen Nachfolger abgetreten. Von nun an lenkt der Marpinger Bürgermeister Werner Laub die Geschicke des Verbandes - gemeinsam mit Geschäftsführer Ulrich Heintz. Zum Ende seiner Amtszeit hat König Bilanz gezogen. Man habe eine ganze Menge umgesetzt. So sei das "Gewässerrandstreifenprogramm Ill" umgesetzt und bereits 2011 evaluiert worden. Es sei gelungen, an der Ill und Nebenflüssen ein Gewässersystem zu schaffen, das sich weitgehend ungehindert entwickeln könne. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Programms endete die Arbeit des Zweckverbandes aber keineswegs. Ulrich Heintz erklärte, man habe in den letzten zwölf Monaten Langzeitmessungen zur Gewässergüte vorgenommen. "Die chemische Güte ist ein wesentliches Kriterium für uns", so Heintz. Die Messungen hätten ergeben, dass es wohl noch Probleme mit den Kanalsystemen gebe und es zu so genannten diffusen Einträgen, also Verunreinigungen durch eingespülte Stoffe, komme. Wissenschaftler der Saar-Universität seien derzeit damit beschäftigt, über Luftbildanalysen Quellen für Verunreinigungen zu finden. Für die Region Illtal mit Eppelborn, Illingen, Marpingen und Merchweiler - sie sind mit der Naturlandstiftung Saar die Gründungsgemeinden des Zweckverbandes - wurden 14 Leitprojekte angestoßen und teilweise bereits umgesetzt. Dazu zählen zum Beispiel der Ausbau des Biberpfades, die Beweidung der Eppelborner Ill-Aue, die Einrichtung eines Kompetenzzentrums Gewässer, aber auch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Das Engagement des Zweckverbandes soll sogar noch ausgeweitet werden. Grund für Königs ungewöhnlich lange Amtszeit von drei Jahren - in der Regel wird alle zwei Jahre zwischen den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden gewechselt - war die Vorbereitung des Verbandes auf eine Erweiterung. Künftig kommen Lebach und Tholey hinzu. Die Namensänderung in "Natura Ill-Theel" hat dabei wegweisenden Charakter. Neben dem Gebiet der Ill will der Verband seine Arbeit auf den Naturraum rund um die Theel ausweiten. Ziel ist ein guter Allgemeinzustand der Gewässer bis zum Jahr 2015, entsprechend einer EU-Wasserrahmenrichtlinie.Die geplante Erweiterung wird der Eppelborner Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz nicht mehr aktiv miterleben. Als Gründungsmitglied wurde Lutz von König nach 21 Jahren verabschiedet: "Fritz-Hermann Lutz hat den Zweckverband maßgeblich geprägt und wir sind ihm dankbar, dass er uns an der Hand genommen hat." "Wir waren Vorreiter im Saarland und in Südwestdeutschland."

Bürgermeister Armin König