1. Saarland

Winterliche Fußball-Gedanken

Winterliche Fußball-Gedanken

Der Winter ist ein rechter Mann. Kernfest und auf die Dauer." Selten stimmte das Gedicht so sehr wie zurzeit. Auch die Fußballfreunde leiden. Spielabsagen im Dezember, abgesetzte Nachholspiele im Februar, und nun ein ganzer Spieltag in Eis, Schnee oder Matsch versunken. Die Prognosen für die Partien vom Wochenende sehen kaum besser aus

Der Winter ist ein rechter Mann. Kernfest und auf die Dauer." Selten stimmte das Gedicht so sehr wie zurzeit. Auch die Fußballfreunde leiden. Spielabsagen im Dezember, abgesetzte Nachholspiele im Februar, und nun ein ganzer Spieltag in Eis, Schnee oder Matsch versunken. Die Prognosen für die Partien vom Wochenende sehen kaum besser aus. Die Diskussionen an Stammtischen und Clubhaustresen spalten sich in zwei Lager: Die "alles Weicheier, früher wurde bei solchen Platzverhältnissen gespielt"-Fraktion und in die "verlängert endlich die Winterpause"-Anhänger.Die Frage ist mehr als berechtigt, warum im Dezember und Februar gekickt werden soll, dafür im Juni die Plätze brachliegen. Selbst wenn in den Wintermonaten gespielt werden kann: Zuschauerrekorde werden im Dezember selten aufgestellt. Die vier im Winter wegfallenden Spieltage könnte man mit einer um zwei Wochen verlängerten Saison und zwei englischen Wochen auffangen. Auch das Argument der Vereine, sie müssten die Spieler einen Monat länger bezahlen, zieht nicht. Dezember und Januar wären ja frei. Die Skandinavier machen es vor, und seit dem Sieg Norwegens gegen die Jogi-Auswahl weiß man, dass eine längere Winterpause kein Nachteil sein muss.