Hausärztemangel Wieso die Landarztquote im Saarland kein Allheilmittel ist

Saarbrücken/Homburg · Von einer Landarztpraxis könne man „auskömmlich leben“, sagt Thomas Rehlinger, selbst Hausarzt in Wadern und Co-Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung. Der Mangel an Hausärzten nimmt dennoch stetig zu. Ein Weg, der Abhilfe schaffen soll, ist die Landarztquote. Wie funktioniert sie und was bringt sie?

 In manchen Regionen – hierzulande vor allem im nördlichen Saarland – fehlt es an Hausärzten. Jeder fünfte im Saarland ist bereits über 65 Jahre alt.

In manchen Regionen – hierzulande vor allem im nördlichen Saarland – fehlt es an Hausärzten. Jeder fünfte im Saarland ist bereits über 65 Jahre alt.

Foto: dpa/Bernd Weißbrod

„Der kleine Doktor“ hieß vor fast einem halben Jahrhundert eine ZDF-Vorabendserie, in der ein (französischer) Landarzt in der Provinz praktiziert und nebenbei als Meisterdetektiv noch Kriminalfälle löst. Kein Wunder, die Vorlage stammte von Georges Simenon. Klein war jener Dr. Dollent auch nur von Statur, nicht vom medizinischen Stand. Von Landärzten erwartet heute niemand, dass sie auch nicht-medizinische Fälle lösen. Wohl aber, dass sie das heimelige Prinzip „ein Dorf, ein Arzt, eine Praxis“ am Leben halten.