1. Saarland

Wie "schwäddst" der Landkreis?

Wie "schwäddst" der Landkreis?

St. Wendel. "Jede Region liebt ihren Dialekt, sei er doch eigentlich das Element, in welchem diese Seele ihren Atem schöpfe", schrieb Johann Wolfgang von Goethe. Um die zeitgenössischen Mundarten im St

St. Wendel. "Jede Region liebt ihren Dialekt, sei er doch eigentlich das Element, in welchem diese Seele ihren Atem schöpfe", schrieb Johann Wolfgang von Goethe. Um die zeitgenössischen Mundarten im St. Wendeler Land zu dokumentieren, hat der Dillinger Kelkel-Verlag gemeinsam mit dem Landkreis und der Stiftung der Kreissparkasse ein Buchprojekt ins Leben gerufen: "So schwäddse mir… im Landkreis..." Das Besondere: Jeder, der sich berufen fühlt, kann bis zum 17. August Beiträge an den Verlag schicken. Lyrik oder Prosa, Beschreibungen des Brauchtums oder bäuerliche Geschichten; das Thema steht jedem frei. Nur muss der Beitrag im Dialekt verfasst sein und natürlich Bezug zur Region haben. Pro Autor dürfen jedoch nur höchstens fünf Gedichte eingereicht werden, Prosatexte sollen nicht länger als drei DIN-A4-Seiten sein - getippt, nicht handgeschrieben.Verlagsleiterin Heike Linster erklärte bei der Projektpräsentation, wie es zu der Idee kam: "Oft sagen uns Saarländer, dass sie dies oder jenes im Dialekt geschrieben haben, sich jedoch nicht trauen, es zu veröffentlichen. Wir sind überzeugt, dass ein großes literarisches Potenzial in den Bewohnern des Saarlandes schlummert." Dieses wolle sie nun ausschöpfen. Alleine könne der Verlag dieses Projekt allerdings nicht stemmen, daher wurde der Landkreis mit ins Boot genommen.

Landrat Udo Recktenwald: "Der Verlag hat mit dieser Idee offene Türen bei uns eingerannt. Wichtig wird es sein, die Vielfalt abzudecken, da ja hier die Mundart von Ort zu Ort variiert." Erscheinen soll das Buch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft im November, in einer Auflage von 1000 bis 2000 Exemplaren. Und das St. Wendeler Werk soll nur der Anfang sein: Auch in den anderen saarländischen Landkreisen plane der Verlag, "So schwäddse mir…" nach dem gleichen Konzept herauszubringen.

Auf einen Blick

Beiträge können geschickt werden an: Kelkel- Verlag, Postfach 1471, 66747 Dillingen oder per E-Mail: mundart@kelkel-verlag.de.

Die Manuskripte müssen mit Schreibmaschine oder Computer abgefasst sein. Pro Autor sind fünf Gedichte oder Prosa über höchstens drei DIN-A-4-Seiten erlaubt. Die Texte dürfen vorher nicht veröffentlicht worden sein. Eine vollständige Absenderanschrift sowie Telefonnummer und maximal zehn Zeilen Angaben zur eigenen Person sind Pflicht. Redaktionsschluss ist der 17. August 2012. lk