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Wie Kinder mit Tod und Trauer umgehen

Wie Kinder mit Tod und Trauer umgehen

Lebach. Die Ausstellung "Hospiz macht Schule" ist ab Mittwoch, 24. August, mit Bildern aus der Projektwoche "Hospiz macht Schule" im Foyer des Rathauses in Lebach zu sehen. Zur offiziellen Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 24. August, um 19 Uhr, sind alle Interessierten eingeladen

Lebach. Die Ausstellung "Hospiz macht Schule" ist ab Mittwoch, 24. August, mit Bildern aus der Projektwoche "Hospiz macht Schule" im Foyer des Rathauses in Lebach zu sehen. Zur offiziellen Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 24. August, um 19 Uhr, sind alle Interessierten eingeladen.Trotz täglicher Präsenz in der Gesellschaft und in den Medien wird Leid, Tod und Sterben tabuisiert. Schon früh erfahren Kinder den Verlust von Angehörigen, Freunden und Nachbarn. Wenn die Eltern persönlich von Leid betroffen sind, möchten sie ihre Kinder vor dieser Leiderfahrung schützen.

Kinder spüren die Trauer, doch sie trauern anders. Oft fehlen ihnen der Raum und die Möglichkeit, ihre Trauer ausleben zu können. Kinder sind wissbegierig, die Geheimnisse von Leben, Krankheit und Tod zu ergründen.

Anfang des Jahres 2010 fand in der Grundschule "St. Josef" in Merzig eine Projektwoche zum Thema Hospiz macht Schule statt, veranstaltet vom Caritasverband Saar-Hochwald in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland.

Sechs ehrenamtliche Hospizmitarbeiter gingen eine Woche lang in eine vierte Grundschulklasse, um mit den Kindern über Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Sterben und Tod und vom Traurigsein zu sprechen.

In Kleingruppen, wo die Kinder in geschützter Atmosphäre offen ihre Gedanken und Gefühle, ihre Sorgen und Hoffnungen äußern konnten, wurden die schwierigen Themen kreativ bearbeitet.

In Bildern, Filmen, Geschichten, Liedern, aber auch durch Malen, Basteln und Pflanzen, Tanzen und Pantomime näherten sich die Schüler dem Themenkreis.

Auf Fragen der Kinder antworteten die Hospizhelfer, die speziell auf ihren Einsatz in der Projektwoche vorbereitet wurden, kindgerecht, einfühlsam und wahrheitsgemäß.

Entstanden sind Bilder, die zu einer Ausstellung aufgearbeitet wurden, die nun einem breiten Publikum zur Verfügung stehen soll. Die Ausstellung in Lebach soll bis Anfang Oktober zu sehen sein. red

Auf Nachfrage beim Ambulanten Hospizdienst des Caritasverbandes unter Telefon (0 68 81) 53 79 96 sind auch Führungen für Gruppen oder Schulklassen möglich.