1. Saarland

Wie groß war Alexander wirklich?

Wie groß war Alexander wirklich?

Sulzbach/Saarbrücken. "Créajeune" - hierin sind die französischen Worte kreativ und jung zusammengeführt - nennt sich ein internationales Kinder- und Jugendfestival, das insgesamt 60 Filmbeiträge aus der Großregion präsentieren wird (SZ vom 5. Januar). Der Filmwettbewerb findet am 13. und 14. Januar in Metz und am Freitag, 28

Sulzbach/Saarbrücken. "Créajeune" - hierin sind die französischen Worte kreativ und jung zusammengeführt - nennt sich ein internationales Kinder- und Jugendfestival, das insgesamt 60 Filmbeiträge aus der Großregion präsentieren wird (SZ vom 5. Januar). Der Filmwettbewerb findet am 13. und 14. Januar in Metz und am Freitag, 28. Januar, 15 bis 19 Uhr, im Kino achteinhalb in Saarbrücken statt. Der Eintritt ist frei.Gezeigt werden nach Auskunft des Saarländischen Filmbüros als Mitorganisator kurze Spielfilme, Dokumentationen und Reportagen, Animationen und Clips. Mit von der Partie ist auch das Sulzbacher Theodor-Heuss-Gymnasium.

Geschaffen haben im Geschichtsunterricht die Schüler und Schülerinnen der Klasse 7a einen historischen Animationsfilm mit dem Titel "Alexander der Große?" unter Leitung von Alexander König. 25 Schülerinnen und Schüler erarbeiteten Hintergrundinformationen zu dem makedonischen König, der sich aufmachte, ein "Weltreich" zu erobern. Es wurden Schulbuchtexte und Quellenmaterial auszuwertet, um eine Chronologie der Ereignisse zu erstellen. Ansätze zur Weiterarbeit bot eine problem-orientierte historische Frage. Sie sollte für den späteren Film die Rahmenhandlung in Form einer fiktiven Gerichtsverhandlung liefern: Wird Alexander bis heute zurecht "der Große" genannt? Die Klasse machte den Vorschlag, Playmobil-Figuren als Darsteller zu nutzen. Es entstand die Vorstellung, die Gerichtsverhandlung durch Rückblenden ins Leben Alexanders aufzulockern.

Gruppen à fünf Personen beschäftigten sich mit der Erstellung von Drehbuchvorlagen zu den einzelnen Lebensstationen. Dabei wurden die Szenen in Form einer Skizze aufgemalt und kommentiert. Die so genannten Scribbles gaben einen visuellen Eindruck der Szene. Die Aufnahmen zum Film erfolgten schließlich außerhalb des Unterrichts auf freiwilliger Basis an drei Nachmittagen. Alle Schüler nahmen daran teil. In dieser Phase lernten sie eine Menge über die Entstehung von Filmen, da die theoretischen Überlegungen nun in die Praxis umgesetzt wurden: Wie muss die Kamera tatsächlich platziert werden? Was ist eigentlich eine gute Perspektive, was eine gute Kamera-Einstellung? Wie können Spezialeffekte umgesetzt werden? Geschnitten und produziert wurde das Material am Tag der Offenen Tür an einer der schuleigenen interaktiven Wandtafeln mit einer Videoschnitt-Software.

Die Nominierung zum Wettbewerb Créajeune freut die Schulgemeinschaft, die sich den Einsatz digitaler Medien im Unterricht als wichtige Vorbereitung auf Leben und Beruf auf die Fahnen geschrieben hat. "Dass auf interregionaler Ebene das Theodor-Heuss-Gymnasium wahrgenommen wird, ist selbstverständlich eine tolle Sache", betont als Leiter des Projekts Alexander König. Es zeige, " dass die Schule auf dem absolut richtigen Weg ist."

Begleitet wird diese Freude natürlich in der Hoffnung, zu den Preisträgern zu gehören. Das vom THG erstellte Video ist im Internet auf der Videoplattform Youtube abrufbar.