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PCB-Prüfung
Wie giftig ist das Grubenwasser?

Saarbrücken. Seit 2016 untersucht das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz im Auftrag des saarländischen Umweltministeriums Grubenwasser, Bäche und Flüsse im Land auf das giftige PCB. Im April will das Ministerium Ergebnisse veröffentlichen. Vorab teilte die Behörde mit: „Die Grubenwassereinleitungen in Reden und Camphausen und deren Vorfluter Sinnerbach und Fischbach zeigen deutliche PCB-Belastungen.“ Aber: „An den Überblicksmessstellen wird die Umweltqualitätsnorm von 20 μg/Kilogramm unterschritten.“ Von Michael Kipp

Seit 2016 untersucht das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz im Auftrag des saarländischen Umweltministeriums Grubenwasser, Bäche und Flüsse im Land auf das giftige PCB. Im April will das Ministerium Ergebnisse veröffentlichen. Vorab teilte die Behörde mit: „Die Grubenwassereinleitungen in Reden und Camphausen und deren Vorfluter Sinnerbach und Fischbach zeigen deutliche PCB-Belastungen.“ Aber: „An den Überblicksmessstellen wird die Umweltqualitätsnorm von 20 μg/Kilogramm unterschritten.“


PCB-Grenzwerte für Grubenwasser gibt es nicht, auch nicht für das in die Bäche eingeleitete, bestätigt das Ministerium. Fünf dieser Überblicksmessstellen gibt es im Saarland: Zwei an der Saar, je eine an Blies, Nied und Rossel. Bei den Messstellen in der Saar machen die Gruben-PCB nur noch einen Prozent der PCB-Gesamtbelastung aus. Ob sich die belasteten Gruben-Sedimente auf dem Weg dorthin in den Flussbetten von Fischbach und Sinnerbach/Klinkenbach abgelagert haben, lässt sich nicht verlässlich sagen. Sedimentuntersuchungen auf PCB in den Vorflutern seien keine bekannt, schreibt das Umweltministerium.