Wie geht's mit Urexweiler Bad weiter?

Wie geht's mit Urexweiler Bad weiter?

Marpingen. Das kaputte Hallenbad in Urexweiler beschäftigt heute den Marpinger Gemeinderat aufs Neue. Die Kommunalpolitiker müssen sich mit einer möglicherweise weiteren Reparatur herumschlagen. Denn seit Juni ist die Anlage defekt, die den Beckenboden zwischen 90 Zentimeter und 1,80 Meter Wassertiefe einstellen soll (wir berichteten)

Marpingen. Das kaputte Hallenbad in Urexweiler beschäftigt heute den Marpinger Gemeinderat aufs Neue. Die Kommunalpolitiker müssen sich mit einer möglicherweise weiteren Reparatur herumschlagen. Denn seit Juni ist die Anlage defekt, die den Beckenboden zwischen 90 Zentimeter und 1,80 Meter Wassertiefe einstellen soll (wir berichteten). Nach bisherigen Informationen würde es die Gemeinde mindestens 30 000 Euro kosten, das Problem zu beheben. Zur Erinnerung: Erst im vergangenen Jahr musste Marpingen weit mehr als 200 000 Euro hinblättern, um das Hallenbad zu sanieren. Damals gehörte der Hebeboden, der jetzt erneut für Schwierigkeiten sorgt, ebenfalls dazu. Alle im Rat vertretenen Parteien teilten im Vorfeld der heutigen Sitzung offiziell mit, das Bad erhalten zu wollen. Außer: der parteilose Paul Schäfer. Er will einen Schlussstrich unter das aus seiner Sicht finanziell nicht zu haltende Projekt ziehen und blickt dabei auf den 30-Millionen-Euro-Schuldenberg der Kommune. Jedenfalls liegt heute dem Gremium eine Beschlussvorlage aus dem Rathaus mit einem Firmenangebot für die Reparatur vor.Ebenfalls auf der Tagesordnung: ein kostenintensiver Antrag der SPD - allerdings in diesem Fall nicht für die Gemeinde. Darin fordert deren Fraktion, die Vergnügungssteuer drastisch anzuheben. Damit wollen die Sozialdemokraten laut ihres Fraktionschefs Volker Weber "Spielhöllenbetreiber" von der Gemeinde fern halten, indem durch die erheblichen Abgaben der Standort wirtschaftlich unattraktiv wird. Bis zu 135 Euro seien dann im Monat pro Spielautomat fällig. Das solle jedoch ausschließlich für Kasinos gelten, nicht aber für Kneipen mit Einzelgeräten. Einen konkreten Anlass gebe es dafür: Zwei Anfragen, solche Spielzentren zu eröffnen, sollen der Verwaltung bereits vorliegen.

Weniger angenehm für Eltern: Die Gebühren für die kommunalen Kindergärten steigen wohl demnächst, wenn der Rat heute dem Vorschlag aus dem Rathaus zustimmt. Denn mit diesen Beiträgen müssen mindestens 25 Prozent der Personalkosten bezahlt werden. So sieht es das Gesetz vor. In Marpingen treffe dies noch nicht zu, was die Kommunalaufsicht beim Landratsamt in St. Wendel rügte. Darauf reagierte die Verwaltung mit der jetzigen Vorlage, die Preise anzuheben, was den Kinderhort und -garten in Marpingen betrifft.

Wie sich die von der Saar-Regierung angekündigte Polizeireform auf die Gemeinde auswirkt, wollen die Ratsmitglieder ebenfalls während ihrer Sitzung erfahren. Wie es bisher aussieht, ändert sich für den eigenen Polizeiposten nichts.

Gemeinderatssitzung heute um 17.30 Uhr im Marpinger GasthausKlos/Karl.