1. Saarland

Wie der Kontrast in der Farbe auf das Auge wirkt

Wie der Kontrast in der Farbe auf das Auge wirkt

Axel Walzinger zeigt in seiner Galerie Arbeiten von Ellen Marx. Ihre Bilder thematisieren das Phänomen des Kontrastes, der in einer Farbe liegt. Besucher können sich die Arbeiten noch bis zum 15. Juni ansehen.

Ein Bild aus der Ausstellung in der Galerie Walzinger von Ellen Marx.

"Das passt hundertprozentig", wusste Galerist Axel Walzinger, als ihm die Saarbrücker Malerin Ute Lehnert ihre Studienfreundin Ellen Marx empfahl, mit der sie an der ehemaligen Staatlichen Werkkunstschule studiert hatte. Das hieß, Grundlehre bei Oskar Holweck und anschließend Grafikdesignstudium bei Robert Sessler. Nach ihrem Abschluss ging Ellen Marx nach Paris, wo sie bis heute lebt und arbeitet.

Im Gepäck die Grundlehre, das Rüstzeug, mit dem sie sich einer Frage zuwandte, auf die sie bei Oskar Holweck keine Antwort gefunden hatte, betont sie: Wie dieselbe Farbe wirkt, wenn sie in einem anders farbigen Umfeld auftritt? Ellen Marx hatte damit ihr Lebensthema gefunden und wandte sich dem Phänomen des Kontrastes zu, der in einer Farbe liegt.

Grau ist nicht gleich Grau

Grau ist nicht gleich Grau, wenn das farbliche Umfeld dem Auge einen dunkleren oder helleren Ton vorgaukelt, oder es schafft, dass dasselbe Rot mal Rosa, mal Orange aufscheint: "Diese Bewegung geschieht im Auge des Betrachters." Dann, wenn zwei schmale Linienpaare in Blau und Gelb in der Bildmitte zum schwarz-weißen Balken werden, weil Blau und Gelb einen Gegensatz bilden "und das Auge die Mischung vornimmt", erklärt Ellen Marx und tüftelt dafür am Computer die Bilder aus, die derzeit in Saarlouis unter dem Titel "Optische Wechselwirkungen und Farbrelativität" zu sehen sind.

Was es damit auf sich hat, erläuterte, wie bei Walzinger gewohnt, zur Eröffnung der Ausstellung am vergangenen Sonntag die Kunsthistorikerin Petra Wilhelmy. In Abwesenheit der Schirmherrin der Ausstellung, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer nahm Heiko Maas als deren Stellvertreter diese Aufgabe wahr. Und auch das passte hundertprozentig, wenn es um die im 50. Jahr des Elysée-Vertrags um die deutsch-französische Verbindung, Paris-Saarbrücken beziehungsweise Saarlouis geht, die hier in der Kunst ihre Form fand, erinnerte der Minister. Umso mehr in einer privaten Galerie, betonte er.

Ausstellung bis zum 15. Juni. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 15 bis 19 Uhr. Samstag von 10 bis 14 Uhr.