1. Saarland

Wie ausländische Kinder in der Sommerschule Deutsch lernen

Wie ausländische Kinder in der Sommerschule Deutsch lernen

Saarbrücken. Das Förderprogramm "Lernen in der Sommerschule - Migrantenkinder lernen in den Ferien Deutsch" ist gestern an der Erweiternten Realschule / Gesamtschule Saarbrücken-Ludwigsburg durch Staatssekretärin Susanne Reichrath eröffnet worden. Initiiert wurde es vom saarländischen Kultusministerium

Saarbrücken. Das Förderprogramm "Lernen in der Sommerschule - Migrantenkinder lernen in den Ferien Deutsch" ist gestern an der Erweiternten Realschule / Gesamtschule Saarbrücken-Ludwigsburg durch Staatssekretärin Susanne Reichrath eröffnet worden. Initiiert wurde es vom saarländischen Kultusministerium. An der Sommerschule, die sich speziell an zweisprachig aufgewachsene Schüler mit Migrationshintergrund richtet, sind saarlandweit fünf Erweiterte Realschulen (ERS) beteiligt.

Eine davon ist die Gesamtschule / ERS Saarbrücken-Ludwigspark. Dort hat der Förderunterricht bereits am Montag begonnen: Neun Schüler befinden sich in einer Art Ballettsaal mit Parkett. "Lest so laut, so deutlich und so lebendig ihr könnt", fordert der freiberufliche Schauspieler Peter Tiefenbrunner die Gruppe auf. Er leitet den Unterricht, der aus Bewegungsübungen, szenischem Lesen und Schauspielen besteht. Mit verteilten Tier-Rollen lesen die Schüler Grimms Märchen von den "Bremer Stadtmusikanten". Marina Weil, Förderlehrerin an der ERS Blieskastel und Wellesweiler, leitet den zweiten Unterrichtteil: Deutsch für Schüler, die noch nicht genügend Deutschkenntnisse haben. Gemeinsam mit der Lehrerin bearbeiten die neun Schüler einen Text zum Thema "Ordnung". Weil fragt am Ende der Textübung: "Was habt ihr daraus gelernt?" "Das man gut nachdenken sollte, bevor man etwas tut", antwortet ihr eine Schülerin. Maximal 20 Schüler pro Schule haben die Möglichkeit drei Wochen an dem zweigeteilten Unterricht, fünf Tage in der Woche, von 9 bis 16 Uhr, teilzunehmen. bera