Die aktuelle Lage Wetterwarnung im Saarland gilt weiter – Feuerwehr meldet heftige Sturmböen in St. Wendel

Update | Saarbrücken/Offenbach · Nach einer Unwetterwarnung für das Saarland am Donnerstag hat sich die Wetterlage auf den Freitag hin entspannt. Mehrere Einsätze gab es vor allem im Landkreis St. Wendel.

Umgestürzter Baum im Landkreis St. Wendel

Umgestürzter Baum im Landkreis St. Wendel

Foto: Lukas Becker/Feuerwehr St. Wendel

Nach einer Sturmwarnung am Donnerstag, 22. Februar, hat sich die Wetterlage im Saarland wieder entspannt. Am Freitagmorgen besteht allerdings immer noch eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Windböen.

Wetter-Warnung bleibt im Saarland am Freitag bestehen

Demnach kann es am Freitag noch bis 16 Uhr zu Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h in der Spitze kommen. Derartige Geschwindigkeiten entsprechen beim DWD einer Wetterwarnung der ersten Stufe.

Die Lage soll sich im Laufe des Tages allerdings immer weiter entspannen. Laut DWD zieht das Sturmtief aktuell nach Norden ab. Am Donnerstag hatte der DWD die Unwetterwarnung für das Saarland um eine Stufe angehoben. Landesweit war mit schweren Sturmböen zu rechnen. Die Warnung galt bis in die Nacht. Böen konnten Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erreichen. Dabei können Bäume umstürzen sowie Dächer abgedeckt werden.

Die Führungs- und Lagezentrale der Polizei meldete am Freitagmorgen allerdings keine schweren Schäden. Vereinzelt wurden umgestürzte Bäume gemeldet. Schon am frühen Morgen soll es aber nicht zu größeren Verkehrsbehinderungen gekommen sein.

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Foto: dpa/Robert Michael

St. Wendel von Sturmböen am Donnerstag getroffen

Mehrere Einsätze meldete dagegen die Feuerwehr St. Wendel. Sieben Mal musste die Wehr am Donnerstag zwischen 17.30 Uhr und 21 Uhr wegen des Unwetters ausrücken. In fünf Fällen fielen Bäume auf Fahrbahnen. In Oberthal in der Bahnhofstraße kam es darüber hinaus zu einem Erdrutsch. In Nonnweiler musste die L149 vollgesperrt werden, weil der Gehweg und die Fahrbahn überflutet wurden. Folgende Spitzenwerte meldete die Feuerwehr bei den gemessenen Sturmböen:

  • Berschweiler: 61,2 km/h
  • Freisen: 59,4 km/h
  • Hoof: 46,4 Km/h
  • Namborn: 62,3 km/h
  • Nonnweiler: 56,2 km/h
  • Oberthal: 58,3 km/h
  • Primstal: 49,6 km/h
  • St. Wendel: 72,7 km/h
  • Theley: 81,4 km/h
  • Türkismühle: 43,2 km/h

So ist die Hochwasserlage im Saarland

Der starke Regen hatte diese Woche für steigende Pegel an Flüssen und Bächen im Saarland gesorgt. Besonders davon betroffen sind die nördlichen Landstriche. Hier stieg das Wasser zeitweise deutlich an. Am Freitagmorgen meldet der Hochwassermeldedienst des Umweltministeriums allerdings eine entspannte Lage.

An mehreren Pegeln kommt es demnach nur noch zu kleinen Hochwassern. Betroffen sind die Nahe bei Nohfelden, die Nied bei Niedaltdorf, die Oster bei Hangard sowie der Schwarzbach bei Einöd. Die gleiche Warnstufe gilt auch für die Saar bei Hanweiler und an mehreren Stellen entlang der Blies. In fast allen Fällen sinken die Pegel derzeit allerdings.

So wird das Wetter im Saarland am Wochenende

Am Freitagvormittag und im weiteren Tagesverlauf kann es noch zu schwachen Regenschauern kommen. Die Temperatur soll zwischen 7 und 11 Grad betragen. In der Nacht zum Samstag hin, sollen die Temperaturen dann auf bis 1 Grad sinken – in Höhenlagen ist mit Frost zu rechnen.

Am Wochenende wird es im Saarland laut Wetterdienst meist bewölkt bleiben. Immer wieder sind Schauer möglich, auch Gewitter seien am Samstag nicht ausgeschlossen. Im Bergland könne es zu Schneeschauern kommen. Im Rest des Saarlandes soll es mit 6 bis 10 Grad allerdings recht mild werden. Vereinzelt kann es auch am Samstag noch windig sein – mit einer Sturmwarnung wie am Donnerstag ist allerdings nicht mehr zu rechnen.

Für den Sonntag soll das Wetter wie am Samstag bleiben. Vereinzelt Schauer, Temperaturen bis 10 Grad und bewölkt. Für die Nacht auf Montag und den Beginn der neuen Woche kündigt der DWD häufiger auftretenden Regen an.

(hgn)
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