Saarländische Winzer im Porträt Zu Besuch beim Bio-Weingut Ollinger-Gelz: „Ein Weingut ist kein Lottogewinn“

Serie | Perl · Bei den saarländischen Winzern hat sich ein Generationen-Umbruch vollzogen – und er geht weiter. In unserer Serie stellen wir alle Selbsterzeuger vor. In Teil sechs das einzige Bio-Weingut: Ollinger-Gelz.

Mehrgenerationen-Wohnen in Perl-Sehndorf: Simon Ollinger-Gelz, Vater Willi, Simons Frau Lyn und Inge Ollinger Gelz (v.links).

Mehrgenerationen-Wohnen in Perl-Sehndorf: Simon Ollinger-Gelz, Vater Willi, Simons Frau Lyn und Inge Ollinger Gelz (v.links).

Foto: Ruppenthal

Die Redeanteile im Familien-Trio sind klar verteilt, man merkt sofort, wer hier der Chef ist: Simon (33). Erst 2020 hat er das Weingut Ollinger-Gelz von seinen Eltern übernommen, von Willi (69) und Inge (69), die selbstredend immer noch mitarbeiten, im einzigen Bio-Weinbetrieb des Saarlandes. „Ich habe eben sehr fleißige Eltern“, scherzt der Sohn, und meint damit nicht nur die aktuelle Unterstützung. Willi Ollinger und Inge Gelz mussten den Namen „Ollinger-Gelz“ erst einmal am Markt etablieren. Hervorragend hat das funktioniert, doch selbstverständlich war das ganz und gar nicht, selbst wenn heute „Bio“ der ganz große Trend und für die Nachfolger in Weinbau-Betrieben ein Versprechen auf eine stabile Zukunft ist.