1. Saarland

Wer ist die wahre Nummer eins?

Wer ist die wahre Nummer eins?

Schwalbach. Lange Jahre war der TV Hülzweiler im saarländischen Frauen-Volleyball die unumstrittene Nummer eins. Drei Spielzeiten mischte der zigfache Saarland- und Südwestpokalsieger in der 2. Bundesliga mit und repräsentierte die Farben des Saarlandes bundesweit

Schwalbach. Lange Jahre war der TV Hülzweiler im saarländischen Frauen-Volleyball die unumstrittene Nummer eins. Drei Spielzeiten mischte der zigfache Saarland- und Südwestpokalsieger in der 2. Bundesliga mit und repräsentierte die Farben des Saarlandes bundesweit. Heute spielt Hülzweiler in einer Spielgemeinschaft zusammen mit dem TV Ensdorf und dem TV Fraulautern wieder in der Regionalliga, wo man als VSG Saarlouis nach dem jüngsten 3:0-Sieg (25:21, 25:13, 25:18) beim Aufsteiger Bad Homburg Rang zwei belegt. Nicht nur der Name ist anders, wenn die Pohl-Truppe am Samstag, 19 Uhr, im Saarlandpokal-Halbfinale in der Schwalbacher Jahnsporthalle auf den Erzrivalen TBS Saarbrücken trifft. Auch die Ausgangssituation im ewig jungen Saar-Derby ist, verglichen mit früher, eine völlig andere. "Saarbrücken ist der Zweitligist, vom Papier her also Favorit. Wir sind Außenseiter", sieht Gilbert Pohl die Rollen klar verteilt. An einem guten Tag, lenkt der VSG-Coach aber ein, traue er seinem Team einen Sieg zu. Wie im letzten Jahr, als die VSG den damaligen Zweitliga-Aufsteiger im Pokal-Halbfinale im Tiebreak bezwang und später den Landes- und Südwestpokal holte. "Wofür wir von der Stadt Saarlouis bis heute noch nicht geehrt wurden", schickt Pohl einen kleinen Seitenhieb an die zuständigen Ämter und Verbände. Nicht nur wegen dem Klassenunterschied auch in punkto Erfahrung sieht Pohl seine Mannschaft im vorgezogenen Saarlandpokal-Finale der beiden besten Saar-Klubs im Hintertreffen. "Ich habe fünf Spielerinnen mit überregionaler Erfahrung. Der TBS hat die besten Volleyballerinnen im Saarland konzentriert und kann aus einem großen und zweitligaerfahrenen Kader schöpfen", meint Pohl. "Wenn alle Spielerinnen fit sind und wir unser Spiel konsequent abrufen, haben wir aber eine Chance", hofft der VSG-Teamchef am Samstag auch auf die Unterstützung der Fans. Im zweiten Saarlandpokal-Finale muss Regionalligist TV Lebach am Dienstag, 6. Oktober, 20.30 Uhr, beim Oberligisten TV Saarwellingen ans Netz. Nach der 0:3-Niederlage in Frankfurt belegt die TVL-Truppe von Trainerin Marion Schwinn in der Regionalliga-Tabelle derzeit Platz sechs. Saarwellingen führt nach zwei 3:0-Siegen gegen Sinzig und Freisen die Tabelle der Oberliga RPS an. Beim Pokalspiel in der Saarwellinger Sporthalle am Schäferpfad ist Lebach dennoch klarer Favorit.