1. Saarland

Wenn Skelette und Geister durch die Nacht rennen

Wenn Skelette und Geister durch die Nacht rennen

Der Andrang war auch bei der neunten Auflage des Halloween-Laufes in Oppen wieder groß. Zahlreiche Zuschauer, schaurige Dekorationen und ein großes, teilweise schrill kostümiertes Teilnehmerfeld, sorgten für eine prächtige Atmosphäre.

Donnerstagabend kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Schon von weitem dröhnt die Musik. Zahlreiche Grablichter pflastern den Weg. Je näher es zum Wohngebiet "Auf Schlädt" geht, desto mehr hatte man den Eindruck, auf einer großen Geisterbahn zu sein: Vampire, Zombies und Riesenspinnen und sogar kleine Friedhöfe zierten die Vorgärten. An einem Straßenschild baumelte ein Kopf.

Im Rahmen des neunten Halloween-Laufes der LG Reimsbach-Oppen haben die Anwohner rund um den Sportplatz weder Kosten noch Mühen gescheut. Ihre aufwendigen Dekorationen sowie die Licht- und Nebeleffekte waren einmal mehr der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung.

Mehr als 600 Läufer, die es wagten, sich durch den "Grusel-Ecken" jagen zu lassen, bekamen neben einem Rennen auf einem anspruchsvollen Rundkurs auch eine Show geboten, die saarlandweit einzigartig ist. Erstmals mit dabei war Raphael Schäfer. Dem Spitzenläufer des LC Rehlingen gefiel es: "Die Stimmung hier war der absolute Wahnsinn. Die Strecke ist sehr gut und das, was die Bevölkerung am Streckenrand auf die Beine gestellt hat, ist einfach sensationell." Schäfer gewann den Hauptlauf, den Jedermannlauf über 5,1 Kilometer. Wenig überraschend überquerte er die Ziellinie nach 15:43 Minuten klar vor Rainer Augustin.

Doch Zeiten zählen bei diesem Lauf erst in zweiter Linie. Es geht mehr um den Spaß. Und den sahen die Zuschauer jedem einzelnen der Läufer an. "Ich bin zum dritten Mal hier und es macht einfach Riesenspaß. Es ist ein perfekter Ausklang für die Laufsaison", meinte die als Skelett vermummte Irmgard Schmitt vom TV Losheim strahlend. Welche Platzierung sie belegt hatte, wusste sie nach dem Rennen selbst nicht so genau. Doch das war auch nur zweitrangig. Schnellste Frau des Rennens war Liese Bär (LLG Wustweiler), die nach 23:38 Minuten ankam.

Bei den acht Läufen für Kinder und Jugendliche zählte der Veranstalter rund 500 Starter, die sich teilweise harte Kopf-an Kopf-Rennen um die Podiumsplätze boten. Auch der Special-Olympic-Lauf über 600 Meter für Kinder und Jugendliche mit Behinderung fand mit 19 Startern großen Zuspruch und in Lena Hemmer aus Lebach eine verdiente Siegerin.