1. Saarland

Wenn die Kirmes ins Wasser fällt

Wenn die Kirmes ins Wasser fällt

Hasborn. Der Treffer, der Hasborn die Kirmes versaute, fiel fünf Minuten vor Schluss. Bei strömendem Regen stand es zu diesem Zeitpunkt in der Partie der Fußball-Saarlandliga zwischen dem SV Rot-Weiß Hasborn und dem FC Hertha Wiesbach 1:1. Dann setzte der Wiesbacher Patrick Rudigier zu einem Sololauf durch die Hasborner Defensive an

Hasborn. Der Treffer, der Hasborn die Kirmes versaute, fiel fünf Minuten vor Schluss. Bei strömendem Regen stand es zu diesem Zeitpunkt in der Partie der Fußball-Saarlandliga zwischen dem SV Rot-Weiß Hasborn und dem FC Hertha Wiesbach 1:1. Dann setzte der Wiesbacher Patrick Rudigier zu einem Sololauf durch die Hasborner Defensive an. Erst 25 Meter vor dem Tor konnte ihn Thomas Holz stoppen - allerdings nur durch ein Foul. Schiedsrichter Jörg Probst gab Holz - der bereits zuvor verwarnt worden war - die Gelb-Rote Karte und entschied auf Freistoß für Wiesbach.Sascha Schumacher lief an. Der Ball wurde von der Mauer abgefälscht und ging unhaltbar für RWH-Schlussmann Jörg Henkes flach zum 1:2 ins Eck. "So haben wir ein Spiel unverdient verloren, in dem wir die erste Halbzeit klar dominiert haben", schüttelte RWH-Trainer Heiko Wilhelm den Kopf.

Ins Kirmesspiel war seine Elf hoch motiviert gegangen. Und das nicht nur wegen des Kirchweihfestes. Schließlich wollte der Oberliga-Absteiger nach dem 0:1 gegen Brebach und dem 1:1 gegen Friedrichsthal endlich sein erstes Heimspiel gewinnen. Nach einer Viertelstunde belohnten sich die Hausherren mit dem Führungstreffer. Die Wiesbacher Abwehr bekam den Ball mehrmals nicht aus dem eigenen Strafraum heraus. Irgendwann kam die Kugel 15 Meter vor dem Tor zu Jan Stutz. Der fackelte nicht lange und hielt einfach drauf. Von der Unterkante der Latte prallte das Leder zum 1:0 für die Hausherren ins Netz. Die erste Heim-Führung für Rot-Weiß in dieser Saison.

Die hätte Hasborn neun Minuten später mit etwas Glück ausbauen können. Doch während der Schuss von Stutz von der Unterkante der Latte ins Tor ging, prallte in der 24. Minute ein Schuss des Ex-Wiesbachers im RWH-Dress, Christian Dorobek, von der Latte ins Feld zurück. Den Abpraller versuchte Jörg Feid über die Linie zu köpfen, doch Gäste-Verteidiger Peter Herrmann klärte im letzten Moment. Acht Minuten später rauschte ein weiterer Kopfball von Feid, dieses Mal nach einer Ecke von Kai Schäfer, knapp am langen Pfosten vorbei. Wiesbacher Chancen gab es im ersten Durchgang überhaupt keine und so blieb es bis zum Pausenpfiff beim 1:0 für die Gastgeber.

"Nach dem Seitenwechsel haben wohl einige von uns unbewusst einen Gang zurückgeschaltet und gedacht, das reicht auch so", ärgerte sich Wilhelm. In der 49. Minute reichte ein langer Ball der Gäste, Ackermann lief alleine auf Henkes zu und schob den Ball zum 1:1 ins Eck. Nun wurden die Gäste stärker. Die Partie war ausgeglichen und stand auf des Messers Schneide. Chancen gab es hüben wie drüben. Jedoch traf nur Wiesbach noch einmal - und versaute damit Hasborn die Kirmes.