Wenn der Dreck bis zu den Haaren spritzt . . .

Wenn der Dreck bis zu den Haaren spritzt . . .

Landsweiler. Wenn die Füße knöcheltief im sumpfigen Boden versinken, bei jedem Laufschritt brauner Dreck bis zu den Haaren spritzt und steile Anstiege den Puls rasen lassen, dann sind echte Crossläufer in ihrem Element. So gesehen waren am Sonntag die Zutaten für den 1. Landsweiler Cross perfekt

Landsweiler. Wenn die Füße knöcheltief im sumpfigen Boden versinken, bei jedem Laufschritt brauner Dreck bis zu den Haaren spritzt und steile Anstiege den Puls rasen lassen, dann sind echte Crossläufer in ihrem Element. So gesehen waren am Sonntag die Zutaten für den 1. Landsweiler Cross perfekt. Und die 147 Läuferinnen und Läufer zwischen sieben und 74 Jahren, die bei der Premieren-Veranstaltung der LG Berus und des TV Landsweiler an den Start gingen, sahen es wohl ähnlich. Wenn man im Ziel an der Stangenwaldhalle in die müden und matschverkrusteten Gesichter schaute und nach ersten Eindrücken fragte, gab es immer wieder die gleiche Antwort: "Es war hart, aber es hat Spaß gemacht."Während andere saarländische Crossläufe überwiegend auf befestigten Wegen stattfinden, führten die Strecken in Landsweiler nur durch tiefes Wiesengelände. Die verschärften Bedingungen ließen jeden Schritt tonnenschwer werden und kosteten Kraft und Ausdauer. "Steile Anstiege, schräge Abwärtspassagen - man konnte sich nie ausruhen", sagt Joachim Rousselange, der für die Tortur verantwortlich war. Bewaffnet mit 3000 Meter Absperrband zog der Chef-Organisator im Vorfeld mit seinen Helfern zwei Tage lang die Trassen, die den Läufern den Weg wiesen. "Sonst weiden hier Pferde. Als ich die hügelige Wiese gesehen habe, dachte ich gleich: Tolles Gelände für einen Crosslauf", grinst Rousselange, der in Landweiler wohnt und Mitglied der LG Berus ist.

Die Zuschauer sahen spannende Läufe und gute Leistungen. Etwa beim ersten Lauf über 4,2 Kilometer, in dem sich der 18 Jahre alte Jan Lukas Becker vom LAZ Saarbrücken durchsetzte und nach 15:40 Minuten ins Ziel kam. Vereinskollege Martin Schedler (32) joggte sich hier schon mal warm, um später im Hauptlauf über 7,2 Kilometer Gas zu geben. Dort dominierte der Berglauf-Spezialist klar, gewann in 30:02 Minuten und mit über drei Minuten Vorsprung. "Verglichen mit einem normalen Lauf zeigt die Zeit aber auch, wie schwer unsere Strecke war", meinte Rousselange. Zustimmung erhielt der Initiator in diesem Punkt von Schedlers Ehefrau Michaela (Team Salomon), die im 4,2-Kilometer-Lauf der Frauen in 18:37 Minuten siegte. "Ich bin froh, dass ich nicht die lange Strecke gelaufen bin", so Schedler, die im benachbarten Habach wohnt und fast zum Start gejoggt wäre. ros