1. Saarland

Wenn 1000 Kinderstimmen klingen

Wenn 1000 Kinderstimmen klingen

Neunkirchen. Wenn es eines gibt, was Kinder gerne tun, ist es Singen. Darum beteiligten sich auch die Grundschulen mit dem Liederfest "Komm, sing mit!" an den Neunkircher Kirchenmusiktagen

Neunkirchen. Wenn es eines gibt, was Kinder gerne tun, ist es Singen. Darum beteiligten sich auch die Grundschulen mit dem Liederfest "Komm, sing mit!" an den Neunkircher Kirchenmusiktagen. Eine über tausendköpfige Kindergruppe von der Bachschule, der Förderschule am Ziehwald, der Maximilian-Kolbe-Schule, der Pallotti-Schule, sowie den Grundschulen Furpach, Am Stadtpark und Wellesweiler erhob die Stimmen.Koordiniert und moderiert wurde die Veranstaltung im Bürgerhaus von den Kirchenmusikern Michael Bottenhorn, Helmut Werz und Jan Brögger. "Der gewünschte Effekt ist, dass die Kinder die gelernten Lieder auch über den heutigen Tag hinaus mitnehmen und Freude dran haben, sie zu singen.", so Werz.

Freude schienen die Kinder in der Tat zu haben. Von Hobby-Musikern begleitet ging es los mit einer "Musikalischen Morgenmusik", bei der alle noch müden Geister wachgerüttelt wurden. "Werft die Arme in die Luft und schaukelt hin und her!", ließen sich die kleinen Energiebündel nicht zweimal sagen. "Arme, Beine, Schultern, Kopf, Rücken, Bauch, Po und Schopf" wurden einmal kräftig durchgeschüttelt. Bei dem Lied "Heut ist ein Tag, an dem ich singen kann. Heut ist ein Tag, an dem ich froh sein kann" wurde die Schwierigkeitsstufe erhöht: die Klassen eins und zwei sangen vor, die Klassen drei und vier antworteten.

Im Kanon dankten die Kinder bei "Lasst uns miteinander" dem lieben Gott. Es folgten "Gottes Haus hat viele Steine" und der "Flohtango", der Favorit von Besucherin Tamara Eichacker. "Das singen meine Kinder zu Hause immer, das geht so schön ins Ohr", lachte sie. In "Bunt sind schon die Wälder" konnte einem ganz herbstlich ums Herz werden, wenn gelbe Stoppelfelder, rote Blätter und wallende Nebel besungen wurden - von den Moderatoren mit ausladenden Gesten untermalt.

Mit dem "Lied vom Kinderchor" verabschiedeten sich die kleinen Sänger. Das Finale war auch der Höhepunkt für die zehnjährige Celina: "Das Lied vom Kinderchor ist mein Lieblingslied!" Ob es für die Kleinen wohl schwierig war, die vielen Texte zu erlernen? Schahire (11) und Michelle (9) schütteln den Kopf: "Etwa zwei Wochen haben wir geübt und es hat immer Spaß gemacht!" Und einen kräftigen Applaus von den Eltern gab es auch.

Auf einen Blick

Die Neunkircher Kirchenmusiktage enden Samstagabend mit der "Nacht der offenen Kirche" in St. Marien. 19 Uhr: Chormusikalisches Abendlob mit der Frauenschola St. Marien; 20.15 Uhr bzw. 21.40 Uhr: Vorführung der Stummfilme "Das Cabinet des Dr. Caligari" und "Die kleinen Strolche" mit Orgelbegleitung von Karl Kreuz; 23.30 Uhr: "Eine kleine Nachtmusik" vom Orchestre Symphonique SaarLorraine mit Illumination; 24 Uhr: Chormusikalisches Nachtgebet mit dem Vokalensemble St. Marien. ani