Weniger Wahlberechtigte als noch 2009

Weniger Wahlberechtigte als noch 2009

Am Sonntag sind in Deutschland rund 62 Millionen Menschen aufgerufen, die künftige Zusammensetzung des Bundestages neu zu bestimmen. Für diese Wahl wird die Republik in 299 Wahlkreise aufgeteilt. Unser Landkreis gehört mit dem Kreis Saarlouis zum Wahlkreis 297. In den sieben Kreis-Kommunen sind am Wahltag diverse Wahlbezirke eingerichtet, in denen Wähler ihre Stimmen abgeben können.

Die meisten Wahlberechtigten gibt es in der Kreisstadt Merzig: 23 541. Das sind etwas weniger als bei der Wahl 2009 (23 748). 33 Wahlbezirke gibt es im Stadtgebiet, dort sind am Sonntag 312 Wahlhelfer im Einsatz, informiert Arno Jung vom Wahlamt der Stadt. Eine interessante Frage ist, wie hoch die Wahlbeteiligung sein wird. Bei der Briefwahl zeigte sich in Merzig eine höhere Resonanz als bei der vorherigen Bundestagswahl: Bis Donnerstagnachmittag hatte die Verwaltung 3345 Wahlscheine für die Briefwahl verschickt, 72 mehr als 2009 insgesamt.

Auch in Mettlach wurden gut zehn Prozent mehr Briefwahl-Anträge eingereicht als 2009, insgesamt 1101 Wahlscheine hat die Gemeinde bis Freitagmittag verschickt (2009: 1002), so Verwaltungsmitarbeiter Horst Winthang. In Mettlach gibt es 9232 Wahlberechtigte, 370 weniger als vor vier Jahren. Für sie sind in 20 Wahlbezirken 147 Wahlhelfer im Einsatz. Eine höhere Beteiligung bei der Briefwahl verzeichnet auch die kleinste Kommune im Kreis: In Weiskirchen wurden bis Freitagmittag 703 Wahlscheine verschickt, so Stefan Kania vom Wahlamt der Gemeinde. Das lag rund zehn Prozent über dem Gesamtwert von 2009 (632). 70 Wahlhelfer werden in sechs Wahlbezirken dafür sorgen, dass die Wahl reibungslos abläuft. 256 junge Weiskircher dürfen am Sonntag erstmals den Bundestag wählen, insgesamt gibt es 5251 Wahlberechtigte (2009: 5332). Eine interessante Erkenntnis bringt der Vergleich mit der Gemeinde Perl: Die hat zwar rund 2000 Einwohner mehr als Weiskirchen, bei der Wahl am Sonntag sind aber fast 600 Menschen weniger wahlberechtigt (4691) als dort. Der Grund ist wohl: EU-Bürger dürfen bei der Bundestagswahl nicht mitstimmen - die Diskrepanz zwischen Einwohnerzahl und Anzahl der Wahlberechtigten macht offenkundig, wie stark der Zuzug aus Luxemburg in Perl gewesen ist. An der Obermosel gibt es bei dieser Wahl nur noch 12 statt bislang 14 Wahlbezirke, klärt Berthold Bastian vom Gemeinde-Wahlamt auf. Die 2009 noch getrennten Wahlbezirke Oberleuken und Keßlingen/Münzingen wurden zusammengelegt, ebenso wie Tettingen-Butzdorf und Wochern nun einen Wahlbezirk bilden. 91 Wahlhelfer kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf des Votums.

Leicht gesunken ist die Zahl der Wahlberechtigten in Losheim am See, von 13 130 im Jahr 2009 auf 13 026. Nach Auskunft von Sabine Collmann vom Gemeinde-Wahlamt sind darunter 675 Jungwähler, die 2009 noch nicht mitstimmen durften. In 21 Wahlbezirken sind am Sonntag 133 Wahlhelfer im Einsatz. Bis Freitagnachmittag hatte die Verwaltung 1532 Briefwahlscheine ausgegeben. Leicht rückläufig war die Resonanz bei der Briefwahl in der Gemeinde Beckingen: Dort wurden bis Freitagmorgen 1947 Wahlscheine verschickt, 2009 waren es insgesamt 2055 gewesen. Wie Judith Weiß vom Gemeindewahlamt mitteilte, sind in Beckingen 12 528 Menschen wahlberechtigt (2009: 12 843), darunter sind 602 Jungwähler. Es gibt 17 Wahlbezirke, für die am Sonntag 175 Wahlhelfer verantwortlich sind.

In Wadern sind am Sonntag 13 117 Menschen zur Wahl aufgerufen (2009: 13 446). Die Zahl der Jungwähler liegt bei 692. Leicht rückläufig ist dort die Briefwahl, bis Donnerstagnachmittag wurden 1470 Wahlscheine ausgegeben, 83 weniger als 2009. 212 Wahlhelfer werden in den 24 Wahlbezirken dafür sorgen, dass der Urnengang korrekt abläuft.

Die Wahlbeteiligung lag 2009 in allen Kreiskommunen außer Merzig (70,5 Prozent) über dem Bundeschnitt (70,8 Prozent). Im Einzelnen: Wadern 77,5 Prozent; Losheim am See 74,4 Prozent; Beckingen 77,7 Prozent; Perl 78,05 Prozent; Weiskirchen 75,3 Prozent; Mettlach 73,9 Prozent.