Labore: Weniger Versuchstiere im Saarland eingesetzt

Labore : Weniger Versuchstiere im Saarland eingesetzt

Im Saarland haben Labore im Jahr 2017 weniger Tiere für Tierversuche eingesetzt.

Es seien 24 554 Versuchstiere gemeldet worden, teilte der Deutsche Tierschutzbund nach einer Anfrage beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit. Das seien rund 2000 weniger als noch 2016, sagte eine Sprecherin des Tierschutzbundes auf Nachfrage. 2016 waren es demnach 26 625 Tiere gewesen.

Deutschlandweit seien 2017 etwa 2,8 Millionen Tiere in Versuchen zum Einsatz gekommen. Dabei wurden laut Tierschutzbund vor allem Nager (79 Prozent) und Fische (7 Prozent) verwendet. Die meisten Versuchstiere seien in Baden-Württemberg (466 595) eingesetzt worden, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 450 832 Tieren und Bayern mit 447 629 Tieren.

Im Jahr 2020 will das Saarland erstmals einen Forschungspreis für Alternativen zu Tierversuchen verleihen, wie das saarländische Umwelt- und Verbraucherschutzministerium im Januar mitgeteilt hatte. Er solle innovative wissenschaftliche Arbeiten prämieren, die einen Beitrag zu neuen Methoden leisteten, wodurch Tierversuche ersetzt oder eingeschränkt werden könnten.

(dpa)
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