Weniger Körner als in Vorjahren

Weniger Körner als in Vorjahren

Hirtel. Von Februar bis Pfingsten fiel im Köllertal fast kein Tropfen Regen vom Himmel. Der Hirteler Landwirtschaftsmeister Andreas Ziegler befürchtete daher eine Missernte bei Gras und Getreide. Die Saarbrücker Zeitung berichtete am 12. Mai von den Sorgen, die das Wetter dem Bauern bereitete

Hirtel. Von Februar bis Pfingsten fiel im Köllertal fast kein Tropfen Regen vom Himmel. Der Hirteler Landwirtschaftsmeister Andreas Ziegler befürchtete daher eine Missernte bei Gras und Getreide. Die Saarbrücker Zeitung berichtete am 12. Mai von den Sorgen, die das Wetter dem Bauern bereitete. Erst nachdem an Pfingsten die ersten länger anhaltenden Regenfälle dieses Jahres herunterkamen, konnten die Landwirte im Köllertal ein wenig durchatmen.Jetzt, nachdem fast alle Feldfrüchte unter Dach sind, kann der Bauer aus Hirtel konkrete Angaben zum diesjährigen Ertrag machen. Er berichtet: "Die Ernteausfälle sind nicht ganz so schlimm, wie anfänglich befürchtet. Sie liegen je nach Getreidesorte zwischen 20 und 30 Prozent. Die Landwirte im Köllertal sind mit einem blauen Auge davongekommen, in Gegenden mit mehr Sandböden sind die Einbußen jedoch weitaus größer als bei uns."

Die Rettung kam am Pfingstsonntag, als quasi in letzter Minute ein Landregen dem trockenen Boden wieder Feuchtigkeit zuführte. Dieses Nass ließ die bis dahin mickrigen Getreidekörner dicker werden. Dennoch: Es gab dieses Jahr weniger Halme als in den Vorjahren, so dass die Ertragsmenge um bis zu etwa 30 Prozent niedriger liegt als im Schnitt der letzten drei Jahre.

Guter Mais

Einbußen gab es zudem auch bei der Qualität der Körnerfrucht. Ziegler: "Der bei Erntebeginn Mitte Juli einsetzende Regen sorgte für Pausen beim Schneiden, sodass vor allem der Weizen auf dem Halm auswuchs und dadurch seine Backfähigkeit verlor. Dieses Getreide ist nur noch als Viehfutter zu verwenden."

Der Mais ist in diesem Jahr die einzige Getreidesorte im Köllertal, die nicht unter den Unbilden der Witterung litt. "Die vor wenigen Tagen beendete Ernte brachte einen guten Ertrag", berichtet Ziegler.

Nach den Sorgen um das Wachstum von Raps, Gerste, Weizen und Triticale kam nach der Ernte noch weiterer Ärger auf die Bauern zu. Er bekommt nämlich trotz geringerer Mengen weniger Geld für den Doppelzentner als im letzten Jahr.

Die Grasernte verlief, außer beim ersten Schnitt, noch fast normal. Die Bauern, die das erste Heu oder die erste Silage früh einholten, konnten sogar vier Mal mähen. Das letzte Schnittgut des Jahres ist gerade eingefahren, da ist Andreas Ziegler schon dabei, den Weizen für das nächste Jahr auszusäen.