Weiterer Pater des sexuellen Missbrauchs verdächtigt

Weiterer Pater des sexuellen Missbrauchs verdächtigt

Homburg/Münster. Die Hiltruper Ordensgemeinschaft kommt nicht zur Ruhe. Seit dem Wochenende müssen sich die Herz-Jesu-Missionare mit Sitz in Münster mit einem weiteren Missbrauchsfall beschäftigen. Diesmal spielte sich der Vorfall aber nicht im ehemaligen Internat des Homburger Johanneums ab, sondern in der Zuständigkeit einer Münsteraner Schule. Einen Homburger Bezug gibt es dennoch

Homburg/Münster. Die Hiltruper Ordensgemeinschaft kommt nicht zur Ruhe. Seit dem Wochenende müssen sich die Herz-Jesu-Missionare mit Sitz in Münster mit einem weiteren Missbrauchsfall beschäftigen. Diesmal spielte sich der Vorfall aber nicht im ehemaligen Internat des Homburger Johanneums ab, sondern in der Zuständigkeit einer Münsteraner Schule. Einen Homburger Bezug gibt es dennoch. Der verdächtige Pater, 48, war früher Schüler des Johanneums und lebte im Internat. Nach dem Abitur schloss er sich den Hiltruper Missonaren an, war zunächst im Münsterland, anschließend in einem Ordenshaus in Bayern tätig. Dem Pater wird vorgeworfen, im Herbst 1993 während einer Klassenfahrt Schülerinnen sexuell belästigt zu haben. Der Vater eines damals 13-jährigen Mädchens ist jetzt mit der Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen. Das Pikante daran: Der Fall war den Behörden damals bereits bekannt, wurde aber nicht weiter verfolgt. Im Zuge der aktuellen Diskussion um Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche erhält er aber neue Brisanz. Die Leitung der Ordensgemeinschaft bestätigte gestern der SZ den Vorgang. Der betreffende Pater sei inzwischen nicht mehr an seinem Arbeitsplatz in Bayern, sondern in einem Kloster im Sauerland.Zwei Patres des Hiltruper Ordens, 65 und 73 Jahre alt, hatten kürzlich erst gestanden, vor mehr als 25 Jahren im früheren Internat des Gymnasiums Johanneum in Homburg Kinder sexuell belästigt zu haben. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Saarbrücken laufen. pn

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