Weiterbildung in der Großregion: Saarland belegt Mittelplatz

Weiterbildung in der Großregion: Saarland belegt Mittelplatz

Metz. Die Weiterbildung der Arbeitnehmer kommt in der Großregion Saar-Lor-Lux im Verhältnis zu den Zielen der lebenslangen Qualifikation, wie sie die EU im Lissabon-Vertrag anvisiert, noch zu kurz. Dieses Ergebnis wurde am Mittwoch bei einer Pressekonferenz der statistischen Ämter der Einzelregionen in Metz mitgeteilt

Metz. Die Weiterbildung der Arbeitnehmer kommt in der Großregion Saar-Lor-Lux im Verhältnis zu den Zielen der lebenslangen Qualifikation, wie sie die EU im Lissabon-Vertrag anvisiert, noch zu kurz. Dieses Ergebnis wurde am Mittwoch bei einer Pressekonferenz der statistischen Ämter der Einzelregionen in Metz mitgeteilt. Während europaweit angepeilt wird, dass in jedem Jahr 12,5 Prozent der Arbeitnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, liegen in der Großregion die Durchschnittswerte bei etwa 7,5 Prozent. Dabei nimmt das Saarland einen guten Mittelplatz ein.Allerdings konnten die Statistiker die Frage nicht beantworten, wie sich die Weiterbildung auf die Vermittlung in einen neuen Arbeitsplatz auswirkt. Nach allem, was man wisse, so hieß es, hätten die besser Gebildeten eine größere Chance, schnell wieder Arbeit zu finden. Aber einen Vergleich, wie sich Personen mit ähnlichen Voraussetzungen in eine Arbeitsstelle vermitteln lassen, wenn der eine an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen hat und der andere nicht, gebe es bislang nicht. Solche Versuche mit unterschiedlichen Probandengruppen seien bisher nicht durchgeführt worden, hieß es. Ebenfalls unberücksichtigt blieb das Problem der Sprachbarriere bei der Weiterbildung. Davon sind seit Beginn der aktuellen Wirtschaftskrise vor allem lothringische Pendler in der Saar-Metallindustrie betroffen. Einige der Weiterbildungsmaßnahmen, die man Kurzarbeitern anbiete, könnten von vielen Pendlern wegen der mangelnden Sprachkenntnisse schlicht nicht wahrgenommen werden. gf

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