"Weißer Trierer Weinapfel" ist Streuobstsorte des Jahres 2013

"Weißer Trierer Weinapfel" ist Streuobstsorte des Jahres 2013

Schmelz. Der Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz hat die Apfelsorte "Weißer Trierer Weinapfel" zur Streuobstsorte des Jahres 2013 bestimmt. Wie der Verband jetzt weiter mitteilte, sei die genaue Herkunft des Apfels unbekannt. Er soll demnach, wie der "Rote Trierer Weinapfel", im Raum Trier entstanden sein. Zu Beginn des 19

Schmelz. Der Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz hat die Apfelsorte "Weißer Trierer Weinapfel" zur Streuobstsorte des Jahres 2013 bestimmt. Wie der Verband jetzt weiter mitteilte, sei die genaue Herkunft des Apfels unbekannt. Er soll demnach, wie der "Rote Trierer Weinapfel", im Raum Trier entstanden sein. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts sei der Apfel erstmals erwähnt worden. Es werde vermutet, dass die Sorte aus dem Wilden Holzapfel (Malus sylvestris) gezogen wurde, erklärt Verbandsgeschäftsführerin Monika Lambert-Debong. "Er ist im Raum Trierer, Eifel, Hunsrück, Luxemburg und im Saarland verbreitet. In anderen Regionen scheint er keine Rolle zu spielen", so Lambert-Debong.Beim "Weißen Trierer Weinapfel" handele es sich um einen reinen "Wirtschaftsapfel", der vorwiegend zu Saft, Wein oder Obstbrand verarbeitet werde und nicht zum Rohessen tauge. Ein guter Viez, wie Apfelwein insbesondere im Trierer Raum genannt wird, enthalte immer einen Anteil an "Weißen Trierer Weinäpfeln". Der hohe Säure- und Gerbstoffgehalt begünstige den Geschmack, die Haltbarkeit und die Klärung des Apfelweins. Der hohe Pektingehalt wirke sich beim Geleekochen positiv aus, hieß es. Auf den Streuobstwiesen im Verbreitungsgebiet des Verbandes sei die Sorte noch relativ häufig zu finden, sagte Lamberg-Debong. Die Früchte reiften spät und würden Ende Oktober durch Schütteln der Bäume geerntet.

An den Standort stellt der "Weiße Trierer Weinapfel" demnach keine besonderen Ansprüche. Er sei auch für Höhenlagen geeignet und könne aufgrund der frostunempfindlichen Blüte auch in spätfrostgefährdeten Lagen gepflanzt werden. Der Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz widmet sich dem Erhalt der landschaftsprägenden Streuobstwiesen und alter Obstorten. red