Weiße Weihnachten im Köllertal

Weiße Weihnachten im Köllertal

Der Dezember bricht alle Schneerekorde, und wir erleben Winterwetter, wie es angeblich früher immer war. Bemerkenswert sind die Schneemassen, die es in dieser Form seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat: Schneehöhen von 39 Zentimetern in Saarbrücken und zuletzt 35 Zentimetern in Eiweiler sind für das Flachland etwas Besonderes

Der Dezember bricht alle Schneerekorde, und wir erleben Winterwetter, wie es angeblich früher immer war. Bemerkenswert sind die Schneemassen, die es in dieser Form seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat: Schneehöhen von 39 Zentimetern in Saarbrücken und zuletzt 35 Zentimetern in Eiweiler sind für das Flachland etwas Besonderes. Das zwischenzeitliche Tauwetter in dieser Woche ging zwar der mächtigen Schneedecke an den Kragen, doch pünktlich zu Heiligabend werden aller Voraussicht nach wieder Flocken rieseln, weil der Weihnachtsmann den Dauerfrost zurückbringt - der Traum von einer weißen Weihnacht wird dann im Köllertal erstmals seit 2001 wieder wahr. Die sich von Südwesteuropa über das Mittelmeer langsam nordwärts nach Polen verlagernde "Tiefdruck-Familie" Scarlett leitet auf ihrer Rückseite den Zustrom von eisiger Polarluft ein und sorgt dafür, dass die Luftmassengrenze über Deutschland wieder südwärts wandert. Nach den Schneefällen kommt es an Weihnachten zu Wetterberuhigung mit kräftiger Frostverschärfung. An Heiligabend ist es bedeckt, und die Niederschläge gehen bei Temperaturrückgang auf Werte um den Gefrierpunkt rasch von Regen in Schnee über. Stimmungsvoller könnte der Heilige Abend nicht mehr sein, wenn zur Bescherung und dem Gang zur Christmette im Köllertal leise der Schnee rieseln wird. Am Samstag ist es zunächst noch wolkenreich und es schneit noch leicht, ehe zum Nachmittag die Bewölkung auflockert und der Schnee abklingt. Mit Höchstwerten um minus drei Grad wird es kälter. Von den Britischen Inseln dehnt sich das kleine Hoch Yannick aus und nimmt Verbindung zum Skandinavien-Hoch Xaver auf. Dadurch erwartet uns Winterwetter wie aus dem Bilderbuch bei klirrender Kälte, sonnigen Tagen und sternenklaren Nächten. Am zweiten Weihnachtstag verzaubert die lange vermisste Sonne die weiße Landschaft in ein glitzerndes Wintermärchen bei eisigen Höchstwerten von minus sieben bis minus fünf Grad, während wir nachts bei Aufklaren mit strengem Frost zwischen minus 10 und minus 13 Grad rechnen müssen. Auch am Montag und Dienstag herrscht freundliches Winterwetter bei teils heiterem, teils bewölktem Himmel und mit Temperaturen am Tag um minus acht Grad und Tiefstwerten um minus 15 Grad wird es sogar noch etwas kälter. Insgesamt soll uns die strenge Kälte bis zum Jahreswechsel erhalten bleiben. Jedoch könnte nach der Wochenmitte in der Höhe etwas mildere Luft einsickern, die Folgen wären zunehmender Hochnebel und etwas Niederschlag, teils Schnee oder Eisregen. Sicher ist, dass sich die Schneedecke auch bis Silvester hält, immerhin liegt schon seit dem 25. November mit nur dreitägiger Unterbrechung eine Schneedecke.

Frohe Weihnachten!

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