Wegen Wartungsarbeiten konnten Maschinen in Ensheim nicht landen

Probleme am Saarbrücker Flughafen : Wartungsarbeiten behindern Landungen auf Flughafen Ensheim

Am Rande der Landespressekonferenz berichtete Regierungssprecherin Anne Funk am Dienstag von morgendlichen Warteschleifen über Ensheim, weil der Flug von Berlin nach Saarbrücken wegen Nebel nicht landen konnte.

Eine gute Stunde sei man über der Region gekreist. Andere Flüge landeten gar nicht. Wieso die Landungen so schwierig waren, beantwortete Flughafensprecher Ludwin Vogel auf SZ-Anfrage: „Der Flughafen Saarbrücken ist in die ICAO-Nebel-Kategorie I eingestuft. Dies bedeutet, dass der Flugzeugführer in einer Anflughöhe von 60 Metern die Bahnbefeuerung und mindestens 550 Meter der vor ihm liegenden Runway sehen muss. Derzeit ist aber das Präzisions-Instrumenten-Landeanflugsystem (ILS) am Flughafen Saarbrücken nicht in Betrieb, da es erneuert werden muss.“

 Die Probleme bei den Landungen haben also technische Gründe. Die Erneuerung des ILS sei lange geplant gewesen. Man habe sich mit der Flugsicherung geeinigt, diese Arbeiten Anfang März zu beginnen, da im Frühjahr normalerweise weniger Nebel herrsche. „Dies war jedoch am 8. April und am 9. April nicht so. Konkret gestaltete sich die Lage derart, dass auch mit eingeschaltetem ILS die beiden Luxair-Flüge LG9561 von Luxemburg über Saarbrücken nach Hamburg nicht in Saarbrücken hätten landen können“, so Vogel.  Deshalb seien diese Maschinen direkt nach Hamburg geflogen. Die Luxair-Flüge LG9412 aus Berlin am Montag und am Dienstag hätten wegen ständig wechselnder Wetterlage Warteschleifen fliegen müssen und seien mit etwa einstündiger Verspätung gelandet. Zudem sei der Flug aus Hamburg direkt nach Luxemburg weitergeflogen. Momentan könne man nicht sagen, wann die Arbeiten am ILS beendet sind. Folglich müsse bei Nebel weiterhin mit Problemen am Flughafen Saarbrücken gerechnet werden.