Wechsel am Führungslenkrad der BMW-Niederlassung

Wechsel am Führungslenkrad der BMW-Niederlassung

Kirkel. Mit großem Bahnhof wurde am Freitag Peter Dorsch, der bisherige Leiter der BMW Niederlassung Saar-Pfalz, in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist der 48-jährige Wolfgang Jardner, der bisher für BMW in Frankfurt tätig war

Kirkel. Mit großem Bahnhof wurde am Freitag Peter Dorsch, der bisherige Leiter der BMW Niederlassung Saar-Pfalz, in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist der 48-jährige Wolfgang Jardner, der bisher für BMW in Frankfurt tätig war.

Markus Gehrlein, dem BMW-Niederlassungsleiter Saarbrücken, kam die Aufgabe zu, den Wechsel am Lenkrad des saar-pfälzischen BMW-Standortes Kirkel von Dorsch zu Jardner zu vollziehen. Gehrlein nutzte dabei die Gelegenheit, die gegenwärtige Situation des bayerischen Automobilherstellers in der Region einzuordnen. Gehrlein vermied in seinen Ausführungen das Wort Krise mit Blick auf die wirtschaftlich nicht einfache Situation im deutschen Automobilbau bei seiner Einschätzung der aktuellen Lage und vermeldete stattdessen, "dass es gelungen ist, in der Saarpfalz die Verkaufs- und Umsatzzahlen im zweistelligen Bereich zu steigern." Dies sei eine hervorragende Leistung von Peter Dorsch, war sich Gerhlein sicher. Die Marktposition im gesamten Saarland, aber auch ganz besonders in Homburg und der gesamten Region Saarpfalz, könne sich sehen lassen. "Diese Marktposition haben wir uns in vielen Jahren erarbeitet."

Für die saarländische Landesregierung war Finanzminister Peter Jacoby nach Kirkel gekommen, um dem scheidenden Peter Dorsch für seine Verdienste um die saarländische Automobilindustrie zu danken. So sei BMW in Kirkel beispielhaft vorangegangen. Mit etwas weiterem Blick sagte er: "Wenn die Rede ist vom Saarland als ein Automobil-Land, dann ist BMW nicht wegzudenken." Dabei sei nicht nur das wirtschaftliche Interesse und Engagement zu würdigen, sondern vor allem das darüber hinausgehende 'sich-einbringen' im gesellschaftlichen Bereich.

Peter Dorsch, der sich nachdrücklich für die anerkennenden Worte von Merkus Gehrlein und Peter Jacoby bedankte, skizzierte in seiner Abschiedsrede den eigenen Werdegang in den 40 Jahren Zugehörigkeit zu BMW. Von Hamburg aus führte Dorschs Weg über Berlin, Dresden, Saarbrücken und Neunkirchen schließlich nach Kirkel. Auf diese Laufbahn zurückblickend, schilderte Dorsch für allem den 9. November 1989 mit dem Fall der Mauer als einen der für ihn persönlich bewegensten Momente. An diesem Abend eingeladen zur Verleihung des Goldenen Lenkrads im Axel-Springer-Haus am Checkpoint Charly wurde Dorsch unmittelbar Zeuge der Maueröffnung. "Das war ein Erlebnis ohne gleichen." Mit Blick auf die zurückliegenden zwölf Monate als erster Leiter der neuen BMW-Niederlassung Saar-Pfalz war sich Dorsch sicher: "Ich hinterlasse ein gut bestelltes Feld." thw