1. Saarland

Wasserspiele und Sonnensammler

Wasserspiele und Sonnensammler

Reden. Für "ihren" Standort war 2012 ein richtig gutes Jahr: "Die wesentlichen Punkte des Masterplans sind so gut wie abgeschlossen", stellt Sandra Meyer fest. "Die Eröffnung des Wassergartens im Sommer war das Sahnehäubchen

Reden. Für "ihren" Standort war 2012 ein richtig gutes Jahr: "Die wesentlichen Punkte des Masterplans sind so gut wie abgeschlossen", stellt Sandra Meyer fest. "Die Eröffnung des Wassergartens im Sommer war das Sahnehäubchen." Damit sei das Wassersystem am Standort rund, bilanziert die Projektleiterin Reden der Industriekultur Saar (IKS) im Gespräch mit unserer Zeitung die technische Seite. Alle Planungen waren irgendwie mit dem Wassergarten verflochten. Aber zugleich sei auch ein attraktives gestalterisches Moment vollendet: "Etwas, was nicht jeder hat."Was andere schon haben, bekommt jetzt auch der Garten Reden: Am ehemaligen Absinkweiher Brönnchesthal entsteht auf einer zirka zwölf Hektar großen Fläche eine Solaranlage mit 7,5 Megawatt Leistung. Das teilte IKS-Geschäftsführer Karl Kleineberg auf Anfrage mit. Die Anlage werde im Januar und Februar von der Energie-Kapital GmbH aus Mainz errichtet (betreut auch die Anlage auf dem Campus Göttelborn). Die Leistung reiche, um 2000 Haushalte zu versorgen oder rund 800 000 Fernseher gleichzeitig, veranschaulicht Kleineberg. Der IKS-Geschäftsführer weiter: "Ein besonderes Merkmal ist die ökologische Aufwertung durch die Anlage von speziellen Lebensräumen für die besonders wertvollen Reptilien- und Amphibienarten, die sich hier in den vergangenen Jahren angesiedelt haben. Ein in dieser Hinsicht doppelt ökologisches Projekt."

Vor zehn Jahren noch, erinnert sich Sandra Meyer, seien die Pläne für die Zukunft des ehemaligen Grubenstandorts von vielen Seiten belächelt worden: "Warten wir mal ab, was das wird." Dies sei vorbei: "Der Standort wird angenommen." Rückblick: Die IKS erhielt den Auftrag, den ehemaligen Grubenstandort Reden zu einem Zukunftsort zu entwickeln. 2002 lag der Masterplan vor: der Startschuss für dieses Strukturwandel-Projekt. Heute definieren die Projektentwickler Garten Reden mit Landschaftspark, Ansiedlungsfläche, Freiraum für regenerative Energien, kulturelle Räume. 35 Millionen Euro Landesmittel flossen nach IKS-Angaben nach Reden. Dazu kommen private Investitionen. Aktuelle Impulse am Standort setzen etwa der Hüttenzauber auf der Halde, der Bau von Gondwana II, die Bergbau-Ausstellung "Das Erbe" im Zechenhaus oder Pläne für einen Freizeitpark am Haldenhang.

Die Arbeiten gehen für die IKS 2013 weiter, wenn auch weniger auffällig als 2012 mit dem Wassergarten. Im Frühjahr, so Sandra Meyer, werden 15 Bänke entlang des Skaterwegs und auf dem Haldenplateau aufgestellt. Gemeinsam mit der Kultur- und Tourismuszentrale des Landkreises Neunkirchen entwickelt die IKS eine Broschüre für den Gesamtstandort Reden und seine Angebote. Dann kommt der Treppenturm - eine zehn Meter hohe Eisentreppe als Zugang nahe dem Zechenhaus hinunter in den Wassergarten. Auf halber Höhe ist auch eine Besucher-Plattform im rückgebauten Schachthallen-Ensemble erreichbar. Die Plattform hat damit einen Zugang von Ost und von West. Foto: Engel

"Ein

doppelt ökologisches Projekt."

Karl Kleineberg zum Projekt Solaranlage am Absinkweiher Brönnchesthal