1. Saarland

Was ist bloß mit den Frauen los?

Was ist bloß mit den Frauen los?

St. Wendel. Es sind immer die besten Bilder bei einer Laufveranstaltung. Kurz nach dem Start kann der Fotograf die ganze Läufermasse auf einmal ablichten. An diesem Sonntag in St. Wendel wird sich aber zumindest beim Marathon keine richtige Masse auf den Weg machen

St. Wendel. Es sind immer die besten Bilder bei einer Laufveranstaltung. Kurz nach dem Start kann der Fotograf die ganze Läufermasse auf einmal ablichten. An diesem Sonntag in St. Wendel wird sich aber zumindest beim Marathon keine richtige Masse auf den Weg machen. Zwar hat der Globus-Marathon bereits jetzt 1484 Voranmeldungen, aber die 42,195 Kilometer werden nur 260 davon absolvieren, davon gerade einmal 38 Frauen. Die große Masse (fast 1000 Teilnehmer) läuft den Halbmarathon, der Rest ist beim Team-Marathon am Start. "Wegen des Mai-Wochenendes, den Osterferien und Kommunionsfeiern müssen wir ein paar Abstriche machen. Aber es werden sich noch viele Läufer nachmelden", sagt Organisationsleiter Thomas Wüst. Eines wundert aber auch ihn: "Die geringe Zahl an Frauen. Letztes Jahr waren es noch doppelt so viele. Ich denke, das ist ein Ausreißer nach unten." Trotzdem sind ein paar schnelle Damen am Start, Favoritin ist die Kenianerin Esther Macharia, gefolgt von der Haßlocherin Eve Rauschenberg und den beiden Saarländerinnen Tanja Hooß und Julia Keck.Neu ist, dass der Halbmarathon und der Marathon in diesem Jahr zu unterschiedlichen Zeiten starten werden. Der Halbmarathon wird 90 Minuten nach dem Marathon, also um 11 Uhr, anfangen. "Der Hintergedanke dabei ist, dass die Marathonis gegen Ende des Rennens nicht allein auf der Strecke sind", sagt Wüst. Der Nachteil: Wer für den Marathon gemeldet hat, muss ihn auch durchziehen. Das Rennen nach einer Runde zu beenden und im Halbmarathon gewertet zu werden, ist nicht mehr möglich. "Wir haben das abgewogen. Unsere Erfahrung zeigt, dass nur wenige den Marathon nach der Hälfte beenden und fast alle durchziehen", sagt Wüst. msc