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Was in der Arbeitswelt wirklich wichtig ist

Was in der Arbeitswelt wirklich wichtig ist

Nohfelden-Walhausen. Die kleinen Dinge tragen oft entscheidend zur Motivation der Mitarbeiter und zu einem guten Betriebsklima in den Firmen bei. Dies war die zentrale Botschaft der Vortragsveranstaltung "Motivation und Arbeitswelt" in der Freien Waldorfschule in Nohfelden-Walhausen, zu der die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes eingeladen hatte

Nohfelden-Walhausen. Die kleinen Dinge tragen oft entscheidend zur Motivation der Mitarbeiter und zu einem guten Betriebsklima in den Firmen bei. Dies war die zentrale Botschaft der Vortragsveranstaltung "Motivation und Arbeitswelt" in der Freien Waldorfschule in Nohfelden-Walhausen, zu der die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes eingeladen hatte.Referent Hilmar von Klitzing zeigte dabei Wege auf, wie der "Geist des Menschen" in die Unternehmen einziehen kann, ohne dass sich irgendjemand verbiegen muss. Von Klitzing teilte dabei den Tagesablauf in sieben Phasen ein und gab Tipps, wie Unternehmer und Führungskräfte die einzelnen Phasen sinnvoll gestalten können. "Wenn sie Ihren Arbeitstag schon am Vorabend vorbereiten und strukturieren, starten Sie stressfrei in den neuen Tag", versprach Klitzing. Frühstück schon am Abend vorbereiten, Aktentasche packen, Handy aufladen und eine "What to do"-Liste schreiben und schon könne der neue Tag wesentlich entspannter beginnen.

"Die menschliche Leistungskurve ist zwischen acht Uhr und zwölf Uhr besonders hoch. Deshalb sollten Sie am Vormittag voll konzentriert an den wesentlichen Aufgaben arbeiten; unwichtige Dinge wie Ablage oder Mails-Lesen gehören nicht in diese Zeit", mahnte von Klitzing. Überhaupt solle man sich nicht ständig mit dem Lesen und Beantworten von Mails oder SMS-Nachrichten beschäftigen, so der Berater: "Zweimal am Tag Mails schreiben oder beantworten reicht völlig. Auch dürfe man nicht den ganzen Tag mit Kleinigkeiten vergeuden, denn da bleibe kein Platz mehr für die Dinge, die wirklich wichtig sind.

"Kleine Dinge tragen viel zur Motivation bei. Machen Sie doch morgens mal eine Runde durch die Büros und geben Sie Ihren Mitarbeitern eine Runde Traubenzucker aus - die werden sich freuen", riet von Klitzing. Der Personalberater geizte auch nicht mit weiteren Tipps: So könne man in der Mittagspause die Kollegen in den unterschiedlichsten Situationen fotografieren und anschließend diese Fotos an die Bürotüren kleben, das sorge für Spaß und Lachen und lockere das Betriebsklima auf. Auch könne man einen "kugellosen" Kugelschreiber an die Pinnwand kleben und so eine lustige Diskussion im Betrieb auslösen. "Wir haben einfach Spaß daran, uns manchmal mit Jux und Blödsinn zu beschäftigen. Probieren Sie es einfach aus; Sie werden sehen, es funktioniert", versprach von Klitzing. Oft werde im Berufsalltag vergessen, dass auch Erwachsene gerne spielen. Es gelte, im Betrieb eine Atmosphäre zu pflegen, in der die Leute auch mal Spaß haben können. Spaß, Motivation und Leistungsfähigkeiten gehörten eng zusammen. red