Was ein Missionspater mit gespendetem Geld erreicht

Was ein Missionspater mit gespendetem Geld erreicht

St. Wendel. Der Steyler Missionspater Heinrich Bollen informierte dieser Tage die Schüler des Arnold-Janssen-Gymnasiums während seines Heimaturlaubs in Wort und Bild über die Verwendung ihrer Spendengelder. Seit mehr als 50 Jahren lebt und arbeitet der mittlerweile über 80-Jährige auf der indonesischen Insel Flores, ohne auch nur einen Gedanken an Ruhestand zu verschwenden

St. Wendel. Der Steyler Missionspater Heinrich Bollen informierte dieser Tage die Schüler des Arnold-Janssen-Gymnasiums während seines Heimaturlaubs in Wort und Bild über die Verwendung ihrer Spendengelder. Seit mehr als 50 Jahren lebt und arbeitet der mittlerweile über 80-Jährige auf der indonesischen Insel Flores, ohne auch nur einen Gedanken an Ruhestand zu verschwenden. Dafür bliebe auch gar keine Zeit angesichts der Vielzahl der von ihm initiierten und betreuten Hilfs- und Integrationsprojekte etwa für behinderte Kinder, für Waisenkinder, zum Aufbau neuer Schulen, zur Ausbildung von Jugendlichen oder zur Bekämpfung der Tuberkulose.Breiten Raum in der Arbeit des engagierten Missionars nimmt der Kampf gegen die "Killerkrankheit" Malaria ein. Im Anfangsstadium verteilte man Medikamente und Moskitonetze an die Bevölkerung, zu deren Beschaffung die Schüler des AJG und ihre Eltern sowie die Lehrer durch verschiedene Initiativen am Schulfest einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet hätten. Heutzutage würden mit Hilfe von Wissenschaftlern aus der Heimat des Asienmissionars, aus der Pfalz, die Brutstätten der Moskitos auf biologischem Wege, in diesem Falle durch Bakterien, unschädlich gemacht. Von zentraler Bedeutung seien dabei auch umfassende Aufklärungskampagnen für die einheimische Bevölkerung. In diesen Präventiv-Workshops des Steyler Missionars werden die Inselbewohner im Sinne der Nachhaltigkeit gleichzeitig mit Maßnahmen zum Schutz ihrer Umwelt vertraut gemacht. Beste Voraussetzungen, eines Tages das ehrgeizige Ziel zu erreichen, das sich der rührige und rüstige Unruheständler gesetzt hat: "Flores Malaria Free"! Die Anzahl der Malariakrankheitsfälle sei schon drastisch reduziert worden. red

Mehr von Saarbrücker Zeitung