1. Saarland

Was Bienen und Co. uns bringen

Was Bienen und Co. uns bringen

Das Bildungsnetzwerk St. Wendeler Land will in allen Kommunen Kommunale Bildungslandschaften aufbauen. Den Anfang macht die Gemeinde Tholey. Die Vertreter der acht Bildungseinrichtungen bekamen einen Leitfaden mit Angeboten für Kindergarten- und Schulkinder.

Theley. Kinder und Jugendliche sollen ihre Heimat besser kennen lernen und die reale Welt mit allen Sinnen erfahren. Dabei sollen außerschulische Lernorte Beiträge zur Bildung leisten. Das ist das Anliegen des Bildungsnetzwerkes des Landkreises St. Wendel. Es hat die Absicht, im Laufe der nächsten Jahre in allen Gemeinden Kommunale Bildungslandschaften aufbauen. Dabei sollen die Handlungsprogramme der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land (Kulani) genutzt werden, die sich auf die Themenbereiche Natur, Landschaft und kulturelles Erbe stützen.Die Themen sind reichhaltig. Zum Beispiel: Wie wird Apfelsaft hergestellt? Welche Pflanzen und Tiere gibt es im Wald? Wie sieht der Arbeitsalltag eines Landwirtes aus? Wie lange brauchen Bienen, bis ein Glas mit Honig gefüllt ist? Für das Projekt werden 180 000 Euro ausgegeben.

Vorreiter ist Tholey. Das Projekt ist auf der Johann-Adams-Mühle in Theley vorgestellt worden. Die Leiter der acht Tholeyer Bildungseinrichtungen erhielten eine Arbeitsmappe mit Ideen und Vorschlägen, welche Angebote den Pädagogen, den Erziehern und den Jungen und Mädchen vom Kindergartenalter bis zur weiterführenden Schule zur Verfügung stehen. Hauptsächlich handelt es sich um außerschulische Lernorte in der näheren Umgebung.

Die Idee zu der Bildungslandschaft gebe es bereits seit zehn Jahren, sagte Tholeys Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU). Jetzt sei es möglich, bei Kindern noch mehr das Bewusstsein für ihre Heimat zu wecken, damit sie erfahren, was den Menschen früher als Lebensgrundlage diente, was Natur und Landschaft alles bieten und welches kulturelle Erbe ihnen anvertraut sei.

"Tholey steht in dem Ruf, eine Vorzeigegemeinde zu sein", sagte Landrat Udo Recktenwald (CDU). "Nun geht sie auch als kommunale Bildungslandschaft als erster an den Start." Der kommenden Generation könnten mit diesem Programm viele Dinge ihrer Heimat erlebbar gemacht und vertieft werden.

Projektleiterin Eva Henn erläuterte, wie und in welcher Weise Kinder und Jugendliche mit ihrer Heimat näher vertraut gemacht werden können. Welche Themenfelder für welche Bildungseinrichtung in Frage kommen, geht aus Tabellen hervor. Für jeden Lernort ist eine ausführliche Beschreibung mit Angebot, Dauer und Ansprechpartner beigefügt sowie für welche Zielgruppe er in Frage kommt. Die Unterlagen dazu stehen jetzt bereit. Das Projekt kann starten.

"Tholey steht in dem Ruf, eine Vorzeige- gemeinde zu sein."

St. Wendels Landrat

Udo Recktenwald

Auf einen Blick

Bildungseinrichtungen der Gemeinde Tholey, die an dem Projekt teilnehmen: Kindergärten Überroth-Niederhofen, Theley, Hasborn-Dautweiler, Tholey und Sotzweiler, Grundschulen Theley und Hasborn-Dautweiler, Erweiterte Realschule Schaumberg Theley.

Außerschulische Lernorte: Garten- und Naturfreunde Überroth-Niederhofen; Obst- und Gartenbauverein Hasborn-Dautweiler; Schauimkerei der Abtei Tholey; Lehrbienenstand des Kreisimkerverbandes in Baltersweiler; Landwirte Lothar Priesnitz in Sotzweiler; Peter Koch in Hasborn-Dautweiler; Peter Hoffmann in Theley; Rainer Bauer in Überroth-Niederhofen; Saarlandfrauen; Kreismühlenmuseum Johann-Adams-Mühle in Theley; Saar-Forst-Revier Tholey; Natur-Mobil der Vereinigung der Jäger des Saarlandes; Nabu Hasborn-Dautweiler; Nabu-Hütte; Naturwacht Saarland (Naturlandstiftung Saar),beide Hofgut Imsbach; der Tholey-Koffer mit Arbeitsmaterialien für Lernen in Museen; Grabungsstätte Vicus Wareswald; Historischer Verein Hasborn-Dautweiler; Benediktiner-Abtei Tholey; Museum Theulegium in Tholey; Museum Haus am Mühlenpfad in Neipel. gtr