Sonnenberg-Klinik kritisiert Krankenkassen Warum die „Zukunft der Psychiatrie“ noch nicht im Saarland angekommen ist

Klingenmünster/Saarbrücken · In sogenannten Modellvorhaben wird deutschlandweit ausgetestet, wie die psychiatrische Versorgung der Zukunft aussehen könnte. Die Sonnenberg-Kliniken wollen ein solches Vorhaben auch ins Saarland bringen. Warum funktioniert das nicht?

Ein Patient läuft über den Flur auf der Station P1 auf dem Sonnenberg. Die Klinik übt Kritik an den Krankenkassen wegen der nicht geglückten Umsetzung eines Modellvorhabens.

Ein Patient läuft über den Flur auf der Station P1 auf dem Sonnenberg. Die Klinik übt Kritik an den Krankenkassen wegen der nicht geglückten Umsetzung eines Modellvorhabens.

Foto: Oliver Dietze

„Wir erleben hier eine Wahnsinnsentwicklung“, betont Paul Bomke. Der Geschäftsführer des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie in Klingenmünster spricht über die Veränderung in seiner Klinik seit dem 1. Januar 2020. Seitdem, erläutert Bomke, werde deutlich mehr ambulant behandelt und weniger stationär. Die Verweildauer der Patienten sei gesunken, ihre Zufriedenheit mit der Behandlung gestiegen. Auch die Mitarbeiter seien glücklicher mit der Arbeit. Wie hat das Klinikum das geschafft?