Überreste des Saar-Hochwassers bleiben liegen Keiner fühlt sich für Plastik-Müll an Saarufern zuständig

Exklusiv | Saarbrücken/Mettlach · Das Hochwasser vor drei Wochen hat viele Menschen im Saarland schwer getroffen. Mittlerweile sind die Aufräumarbeiten vielfach abgeschlossen. Kaum etwas in der Saarbrücker Innenstadt erinnert noch daran, dass Staden und Stadtautobahn in den braunen Fluten untergingen, wenn man vorbeispaziert. Kaum etwas? Deutlich zu sehen ist der Plastik-Müll, der sich während des Hochwassers in den Büschen am Leinpfad verfangen hat und bis heute dort hängt. Die Frage ist nur: Wer räumt das auf?

Plastikfetzen hängen in den Büschen und Bäumen am Saarufer nach dem Pfingsthochwasser. Behörden im Saarland streiten darum, wer für die Beseitigung des Mülls verantwortlich ist.

Plastikfetzen hängen in den Büschen und Bäumen am Saarufer nach dem Pfingsthochwasser. Behörden im Saarland streiten darum, wer für die Beseitigung des Mülls verantwortlich ist.

Foto: Michelle Soulier

Das schöne Wetter der letzten Tage lädt dazu ein, die freie Zeit draußen zu verbringen. Der Saarbrücker Staden ist ein besonders beliebter Ort, der zum Spazieren und Verweilen in der Sonne einlädt. Bei den aktuellen Temperaturen könnte man so die erschreckenden Bilder des Hochwassers vor einigen Wochen glatt vergessen – wenn nicht der angespülte Müll am Ufer ins Auge stechen würde. Blaue Mülltüten und weiße Plastikfetzen ragen von den Sträuchern ins Wasser, Müll treibt auf der Wasseroberfläche. Die Sträucher am Ufer sind an vielen Stellen übersät mit Plastik, das sich fest um die einzelnen Äste gewickelt hat. Ein hässliches Bild.