Warten auf den Eiswein

Warten auf den Eiswein

Saarbrücken. In den Tanks und Fässern der saarländischen Winzer reift ein "normaler Weinjahrgang" heran. Das sagte der saarländische Winzerpräsident Helmut Herber nun der SZ. Der Jahrgang werde allerdings "kein Überflieger", betonte Herber. Vor allem Riesling, Grauburgunder und Spätburgunder hätten sich besser entwickelt als erwartet

Saarbrücken. In den Tanks und Fässern der saarländischen Winzer reift ein "normaler Weinjahrgang" heran. Das sagte der saarländische Winzerpräsident Helmut Herber nun der SZ. Der Jahrgang werde allerdings "kein Überflieger", betonte Herber. Vor allem Riesling, Grauburgunder und Spätburgunder hätten sich besser entwickelt als erwartet.

Ob es in diesem Jahr Eiswein geben wird, lasse sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Saar-Winzerpräsident Herber ist aber optimistisch. "Ich sehe keine Gefahr, dass das nicht klappt", sagte er. Eiswein entsteht aus überreifen Trauben, die bei einer Temperatur von minus sieben Grad oder kälter gelesen und gepresst werden. Im vergangenen Jahr seien diese Minusgrade auch erst Mitte bis Ende Dezember erreicht worden, sagte Herber. Die Winzer an der Mosel haben demnach noch einige Riesling-Trauben hängen lassen. Wegen drohender Fäulnis hätten die Winzer vor Kurzem noch einmal durchgeerntet.

Trauben nicht stabil genug

Bundesweit sieht es beim Eiswein schlechter aus. Er gehe nicht davon aus, dass viele Winzer das Risiko eingehen, Trauben für die Eisweinbereitung hängen zu lassen, erklärte der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes Norbert Weber in der vergangenen Woche in Heilbronn. "Wir haben dem Thema Eiswein Adieu gesagt", berichtete auch der Vorstandsvorsitzende der Winzergenossenschaft Moselland, Werner Kirchhoff, in Bernkastel-Kues. Die Trauben seien wegen der großen Fäulnisgefahr nicht stabil genug, um sie hängen zu lassen und auf kräftigen Frost zu warten, sagte Kirchhoff. pg/dpa

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