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Warmer Regen für die Röchling-Jugend

Warmer Regen für die Röchling-Jugend

Völklingen. Die Röchling-Stiftung unterstützt die Jugendabteilung des Fußballclub SV Röchling Völklingen mit 80 000 Euro. Damit ist auch der fällige Eigenanteil von 100 000 Euro beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes in Nähe des Neuberger-Stadions endgültig in trockenen Tüchern

Völklingen. Die Röchling-Stiftung unterstützt die Jugendabteilung des Fußballclub SV Röchling Völklingen mit 80 000 Euro. Damit ist auch der fällige Eigenanteil von 100 000 Euro beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes in Nähe des Neuberger-Stadions endgültig in trockenen Tüchern. Vertreter des Kuratoriums der Stiftung haben gestern Mittag im Vereinslokal Bistro 06 den symbolischen Scheck an Jugendleiter Lothar Pecka und Vereinschef Wolfgang Brenner übergeben. Die Höhe war bis zuletzt geheim gehalten worden. Sie habe ihn nahezu fassungslos gemacht, bekannte Lothar Pecka gestern. Und Oberbürgermeister Klaus Lorig meinte: "Die Spende sprengt den uns vorstellbaren Rahmen. Und ich freue mich, dass es in Völklingen passiert, wo der Name Röchling eng mit der Entwicklung der Stadt verbunden ist."Die Röchlings hatten Ende der 70er Jahre ihre Zelte in Völklingen abgebrochen und dann als Unternehmerfamilie mit Kunststoff statt mit Stahl weitergearbeitet. Ihre Stiftung sitzt in Mannheim. Doch der Kontakt zum Saarland brach nie ganz ab, wie Kuratoriumsmitglied Michael Röchling gestern berichtete. Und umgekehrt erinnerte sich Lothar Pecka als "alter Röchlingianer" daran, wie die Familie den Club "in den glorreichen 70er Jahren" gefördert hatte. Damals war der SV Röchling beinahe in die Bundesliga aufgestiegen.

Kuratoriums-Vorsitzende Annunziata Gräfin Hoensbroech sagte gestern, der von Pecka formulierte Förderantrag habe große Überzeugungskraft aufgewiesen: "170 Fußball spielende Jugendliche verbringen viele Stunden mit realen Freunden auf dem Platz statt in künstlichen Welten vorm Computer und lernen fürs Leben." Dies spreche die Stiftung der Röchlings von der Familienphilosophie her besonders an. "Jugend, Integration und Kunststoff-Rasen", brachte Michael Röchling die Gründe für den Zuschlag auf den Punkt.

Zur aktuellen Diskussion um den Stadtteilnamen Hermann-Röchling-Höhe wollten sich die Kuratoriumsmitglieder, darunter auch Felicitas von Hülsen, gestern nicht äußern. Hier handele es sich "um einen demokratischen Prozess innerhalb Völklingens". Und ob die Stiftung auch sonst noch was für Völklingen tun kann? Dazu sagten die Kuratoriumsmitglieder, jeder Förderantrag werde unvoreingenommen geprüft. Näheres über die Kriterien erfährt man auf der Seite der Stiftung im Internet.

roechling-stiftung.de