1. Saarland

Wann "schafft" die Kehrmaschine?

Wann "schafft" die Kehrmaschine?

Sulzbach. "Ich bin sehr froh, dass die Freien Wähler Sulzbach das Thema Sauberkeit in der Stadt aufgegriffen haben." Mit diesen Worten reagiert der zukünftige Sulzbacher Bürgermeister Michael Adam - er tritt sein Amt am 1. Oktober an - auf die Kritik von Hermann Kreis

Sulzbach. "Ich bin sehr froh, dass die Freien Wähler Sulzbach das Thema Sauberkeit in der Stadt aufgegriffen haben." Mit diesen Worten reagiert der zukünftige Sulzbacher Bürgermeister Michael Adam - er tritt sein Amt am 1. Oktober an - auf die Kritik von Hermann Kreis. Der Fraktionsgeschäftsführer der Freien Wähler im Sulzbacher Stadtrat hatte beklagt, dass nach dem langen und harten Winter neben Resten von Granulat und Splitt auch noch viel Müll in der Stadt herumliegt (wir berichteten). Adam zeigt sich erfreut über den Sinneswandel bei den Freien Wählern, das Thema Sauberkeit auch auf ihre Agenda zu setzen.

Noch im Bürgermeisterwahl habe der Kandidat der Freien Wähler, Stephan Kunz, das Thema Sauberkeit als "aufgebauschtes Problem" beschrieben. Wie übrigens auch der SPD-Kandidat und Geschäftsführer der Kommunalen Dienstleistungs-Gesellschaft KDI, Karlheinz Christmann. Beide hätten lediglich ein Imageproblem gesehen. Jetzt zeige sich deutlich, dass die KDI derzeit die Sauberkeit in Sulzbach nicht in den Griff bekommt.

Adam fragt: "Wo ist die Kehrmaschine der KDI, die der Geschäftsführer im Rahmen des Wahlkampfes noch so werbewirksam eingesetzt hat?" Adam stellt klar: "Ich habe im Wahlkampf versprochen, die Sauberkeit in Sulzbach zu meinem Thema zu machen. Dieses Versprechen werde ich ab dem 1. Oktober auch umsetzen." Es gebe Lösungsmöglichkeiten von der Überprüfung der Verträge mit der KDI bis hin zur Einstellung von Personal. Der kurzatmige Aktionismus, der jetzt an den Tag gelegt werde, bringe nichts. Sauberkeit sei gleich zu Beginn seiner Amtszeit ein Schwerpunktthema.

Das Reinigen der städtischen Straßen, Bürgersteige, Plätze, Wege und Treppen erledigt die KDI im Auftrag der Stadt. Für diese Arbeiten beschäftigt die Gesellschaft vier Kräfte, die von der Arge gefördert werden. Ende Juni läuft diese Förderung aber aus. Die KDI würde zwei gerne fest einstellen, braucht nach Aussage ihres Geschäftsführers Karlheinz Christmann dafür aber längerfristige Verträge mit der Stadt.

Meinung

Mensch, macht mal sauber!

Von SZ-Redakteurin

Michèle Hartmann

Ich mag Sulzbach, weil hier Leute leben, die überwiegend unkompliziert und freundlich sind und einem das Gefühl geben, hier heimisch zu sein. Was ich an Sulzbach gar nicht mag, das sind seine Dreckecken. Und von denen gibt es genug. Besonders schlimm ist es zeitweilig in der Straße Auf der Schmelz, die zu den herrlichen Salzhäusern führt. Die ist so schmutzig, dass es einem den Magen umdreht. Eklig ist es auch rund ums JuZ in der Marktstraße. Da gibt es Parkbuchten, die von Müll und Unkraut übersät sind. Schlimm sind auch die Ecken des kleinen Parkplatzes direkt vorm Rathaus. Es muss doch mal jemandem auffallen, dass dort noch immer ein Weihnachtsbaum liegt. Mensch, KDI, mach mal endlich sauber!