Wandern bleibt wichtiges Thema Gemeinsame Vermarktung

Wandern bleibt wichtiges Thema Gemeinsame Vermarktung

Merzig-Wadern. Ein umfangreiches Arbeitsprogramm hat sich die Dreiländereck-Touristik GmbH, der Tourismusverband für den Landkreis Merzig-Wadern, für das neue Jahr vorgenommen

Merzig-Wadern. Ein umfangreiches Arbeitsprogramm hat sich die Dreiländereck-Touristik GmbH, der Tourismusverband für den Landkreis Merzig-Wadern, für das neue Jahr vorgenommen. Peter Klein, Geschäftsführer der Dreiländereck-Touristik, und Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, die Vorsitzende des Aufsichtsrates der Tourismus-GmbH, stellten die für 2010 ins Auge gefassten Schwerpunkte bei einem Pressegespräch jetzt vor.Ein wichtiges Thema wird auch 2010 das Wandern bleiben. Zwei weitere Premiumwanderwege sollen in der Gemeinde Mettlach neu eröffnet werden, und zwar der Cloefpfad und der Saarhölzbachpfad. Beide Wege sind bereits durch das Deutsche Wanderinstitut zertifiziert und haben mit 78 Wertungspunkten (Cloef-Pfad) sowie 57 Punkten (Saarhölzbach-Pfad) gute Ergebnisse erzielt. Ein weiterer Weg soll in Losheim entstehen, wo durch die Verknüpfung mehrerer bereits bestehenden Premiumwege eine neue Route geschaffen wird. Die Premiumwege sind ein wichtiger Bestandteil des so genannten Traumschleifen-Konzeptes, mit dem der Kreis als Wanderregion touristisch vermarktet werden soll. Dieses Konzept sieht vor, dass ausgehend vom Fernwanderweg Saar-Hunsrück-Steig, der über gut 60 Kilometer auch durch den Kreis Merzig-Wadern verläuft, das ganze Netz der zertifizierten Rundwanderwege im Kreis den Wanderern bekannt gemacht werden soll. Dazu gehört eine einheitliche Beschilderung, gemeinschaftliches Marketing und eine Gesamtdarstellung aller Wege in entsprechenden Infobroschüren und Karten - alles Maßnahmen, an denen die Dreiländereck-Touristik in diesem Jahr arbeiten wird. Auch die Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steiges von seinem jetzigen Start-/Zielpunkt an der Cloef bis in die Gemeinde Perl hinein wird weiter vorangetrieben. Eine konkrete Streckenführung, die auch Grenzregionen in Frankreich und Luxemburg mit einbezieht, werde derzeit erarbeitet, sagt Peter Klein. Steht die Route fest, muss sie noch von den entsprechenden kommunalen Gremien beschlossen werden. Zusammen mit dem Mosel-Departement in Frankreich bemüht sich der Landkreis zudem um die Aufnahme in ein Interreg-Förderprogramm der Europäischen Union, um das grenzüberschreitende Premiumwandern auszubauen.Auch strukturell stehen schon bald Veränderungen bei der Tourismus-Gesellschaft des Kreises an: Die gemeinsam mit der Stadt Merzig unterhaltene Tourist-Information in der Merziger Fußgängerzone wird derzeit umgestaltet und soll sich Besuchern ansprechender und kundenfreundlicher präsentieren. Auch eine Erweiterung der Öffnungszeiten werde geprüft, sagte Klein. Die Umbauarbeiten in der Poststraße sollen im März abgeschlossen sein. Auch das Erscheinungsbild der Dreiländereck-Touristik selbst wird derzeit komplett überarbeitet: Es wird eine neu gestaltete Internetseite geben, das Logo sowie die Leitsätze der GmbH werden von einer externen Agentur derzeit neu entworfen. Diese neue Optik soll die Grundlage bilden für eine Neuausrichtung der Informationsmaterialien (Flugblätter, Broschüren), des Internetauftritts und der Präsentationen auf Messen. Merzig-Wadern. Seit 1. Juli 2008 ist die Dreiländereck-Touristik auch zuständig für das Marketing des Projektes "Gärten ohne Grenzen". Nachdem der Bau neuer Gärten mit der Fertigstellung des Parks der Vierjahreszeiten am Losheimer Stausee in diesem Jahr zum Abschluss kommen wird, soll es künftig Gespräche mit bereits bestehenden Gärten wie etwa dem Rosengarten in Zweibrücken geben, die sich als Kooperationspartner ebenfalls dem Netzwerk anschließen könnten. Dazu müssten sie allerdings die Vorgabe einer Qualitäts-charta erfüllen, die ebenfalls in diesem Jahr erarbeitet werden soll. Hierin werden verbindliche Standards an die Gestaltung und die Vermarktung der Gartenanlagen gestellt, die weiterhin zum Netzwerk "Gärten ohne Grenzen" gehören wollen. Dazu gehört etwa die bessere touristische Verwertbarkeit eines Standortes. Die Gärten sollen "bespielt" werden, dort sollen also Veranstaltungen und öffentlichkeitswirksame Angebote verwirklicht werden. Die jeweiligen Besitzer der Gärten müssen sich zudem bereit erklären, einen finanziellen Beitrag für das gemeinsame Marketing des Netzwerkes zu leisten. Wer nicht bereit oder in der Lage ist, diese Standards der Qualitätscharta zu erfüllen, wird mit seinem Garten aus dem Netzwerk ausscheiden. Nach Einschätzung von Peter Klein könnte dies durchaus dazu führen, dass einzelne Standorte künftig nicht mehr zu den "Gärten ohne Grenzen" gehören werden. cbe "Es wird eine neu gestaltete Internetseite geben." Touristikgeschäftsführer Peter Klein

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