1. Saarland

Walnussbaum am Pilgerweg gepflanzt

Walnussbaum am Pilgerweg gepflanzt

St. Wendel. Mit Arbeitsstiefeln und in dunkelgrüner Forstjacke kam der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf am vergangenen Samstag über den Wendelinus-Pilgerweg geschritten. Oberhalb des Wendelinushofes wollte er zum "Tag des Baumes" gemeinsam mit dem St

St. Wendel. Mit Arbeitsstiefeln und in dunkelgrüner Forstjacke kam der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf am vergangenen Samstag über den Wendelinus-Pilgerweg geschritten. Oberhalb des Wendelinushofes wollte er zum "Tag des Baumes" gemeinsam mit dem St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald und mit der Regionalleiterin des Augenoptikers Fielmann, Renate Graef-Hamacher, deren Unternehmen seit Jahren Baumpflanzungen in Deutschland unterstützt, einen Walnussbaum setzen. Viel Arbeit hatten die drei Prominenten allerdings nicht mehr zu leisten. Mitarbeiter der Stadt hatten bereits das Pflanzloch ausgehoben und die Haltepfähle im Boden verankert. Recktenwald, der auch Landesvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist, bezeichnete den Walnussbaum, der zum Baum des Jahres 2008 auserkoren wurde, als äußerst nützlich. Daher passe das zum "Tag des Baumes" gewählte Motto "Schutz durch Nutzung" besonders gut. "Nur was einen Nutzen oder einen Wert für den Menschen hat, ist er auch bereit, zu schützen und zu pflegen." In seiner Ansprache an die 60 unter Regenschirmen versammelten Besucher ging Minister Mörsdorf auf die "Wertschöpfungskette in der Region" ein. Nach einem Rückgang bis zur Jahrtausendwende steige im Saarland das Interesse an der Nutzung brach liegender Flächen wieder an. Soeben sei eine Analyse über den saarländischen Staatsforst abgeschlossen worden. Das Land habe auf Grund der Ergebnisse entschieden, die Nutzungsmöglichkeiten des Waldes auszubauen, um dadurch seine Schutzfunktion zu stärken. Mörsdorf bezeichnete den Walnussbaum als "einen idealen Hausbaum", nicht nur wegen seiner schmackhaften Nüsse. Sein Stammholz habe einen sehr hohen Wert. Selbst die gemaserten Wurzeln könnten vielfältig in der Möbelbranche genutzt werden. Der frisch gepflanzte, etwa sechs Jahre alte Baum wächst jetzt an einer Haltestation des Wendelinus-Pilgerweges. Dort stehen auch eine Bank und eine Spruchtafel. Ein mobiles Sägewerk zeigte anschließend im Hofbereich das Aufschneiden von Obstbaumstämmen. Zudem konnten Obstholzraritäten aus dem St. Wendeler Land und fertige Möbelstücke der Partnerbetriebe des Lokalwarenmarktes bewundert werden. gtr