Wären die Steuern hier gezahlt worden?

Wären die Steuern hier gezahlt worden?

KraftwerkWären die Steuern hier gezahlt worden?Zum Artikel "Ensdorf setzt den Rotstift an" (27. Juni)CDU-Ratsmitglied Flesch spricht in der Ensdorfer Gemeinderatssitzung von verschenkten Gewerbesteuereinnahmen, weil die Bürger das geplante Großkraftwerk ablehnten. Ich frage mich, ob das Großkraftwerk tatsächlich Gewerbesteuern eingebracht hätte

Kraftwerk

Wären die Steuern hier gezahlt worden?

Zum Artikel "Ensdorf setzt den Rotstift an" (27. Juni)

CDU-Ratsmitglied Flesch spricht in der Ensdorfer Gemeinderatssitzung von verschenkten Gewerbesteuereinnahmen, weil die Bürger das geplante Großkraftwerk ablehnten. Ich frage mich, ob das Großkraftwerk tatsächlich Gewerbesteuern eingebracht hätte. In jüngster Vergangenheit konnte Strom aus Import-Kohlekraftwerken preislich am Markt kaum noch bestehen. Außerdem müssen die Verschmutzungszertifikate zukünftig erworben und eingepreist werden. Wäre überhaupt sichergestellt gewesen, dass die Steuern tatsächlich in Ensdorf gezahlt worden wären, und nicht am Standort der RWE-Konzernzentrale? Bei den Problemen mit der Wasserstraße Mosel muss man inzwischen auch in Frage stellen, ob überhaupt genügend Kohle hätte transportiert werden können. Ich habe 2007 vorgeschlagen, die RWE solle in Ensdorf statt des Kohlekraftwerkes ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung bauen. Das war leider nicht gewollt. In Saarbrücken entsteht gerade ein kleineres Kraftwerk dieses Typs, und es wird profitabel arbeiten. Der Wirkungsgrad ist nahezu doppelt so hoch als bei einem Kohlekraftwerk - bei wesentlich niedrigeren Schadstoffemissionen! Die Brücke hin zu den "Erneuerbaren" ist Erdgas, und nicht Kohle.

Roland Wiesdorf, Bous

Krankenhaus

Ein Aufschrei müsste

durch Dillingen gehen

Zum Artikel "Stadtrat fordert den Erhalt des Dillinger Krankenhauses" (27. Juni)

Der Dillinger Stadtrat hat eine Resolution verabschiedet, in der er den Erhalt des Dillinger Krankenhauses fordert (von wem eigentlich?). Das ist derart lächerlich. Man braucht kein Hellseher zu sein, um vorauszusagen, dass es in fünf Jahren in Dillingen kein Krankenhaus mehr geben wird.

Das wichtigste Industriezentrum an der Saar mit fast 6000 Beschäftigten läuft Gefahr, nun auch noch sein Krankenhaus zu verlieren. Saarlouis dagegen, die Stadt, in der bereits alle Kreisbehörden beheimatet sind, behält seine zwei Krankenhäuser. Ein einziger Aufschrei müsste durch Dillingen gehen, ein Schrei: "Wir wollen unser Krankenhaus in Dillingen behalten!"

Doch wo bleibt dieser Aufschrei? Die bisher einzige Antwort ist eine wachsweiche, eigentlich überflüssige Resolution. Und die SPD stimmt dieser Resolution auch noch zu. Welch ein Debakel!

Und was machen unsere beiden Dillinger Landtagsabgeordneten? Der Linke (Schumacher) stimmt der CDU-Resolution ohne Not zu. Und Dagmar Heib, unsere CDU-Abgeordnete? Von ihr ist nichts, rein gar nichts zu hören, so als wüsste sie nichts vom Ausverkauf des Dillinger Krankenhauses. "Und schweig fein still" ist zum wiederholten Mal ihre Devise.

Noch schlimmer jedoch wiegt das Verhalten unseres Bürgermeisters. Wo bleibt sein Aufschrei, wo hat er diese negative Entwicklung für das Dillinger Krankenhaus öffentlich gemacht? Hat hier der CDU-Kreisvorsitzende (Franz-Josef Berg) den Dillinger Bürgermeister ausgetrickst oder gar mundtot gemacht? Hat der CDU-Kreisvorsitzende den Ausverkauf des Dillinger Krankenhauses billigend in Kauf genommen?

Für die Bürger Dillingens ist der Verlust ihres Krankenhauses nicht hinnehmbar. Wir Dillinger müssen gemeinsam und mit allen Mitteln für den Erhalt unseres Krankenhauses kämpfen, aber bitte nicht mit einer solch lächerlichen Resolution.

Werner Schloßer, Diefflen

Bettenrennen

Viele schwachsinnige Veranstaltungen

Zum Artikel "Die Wahrheit liegt auf dem Platz" (30. Juni)

Irgendwann muss doch mal Schluss sein: Schlammfußball, Mülltonnen- oder Bettenrennen, Tannenbaumweitwerfen und so weiter. Sind wir eigentlich noch zu retten? Ist es denn nicht mehr möglich, in der kostbaren Freizeit etwas Vernünftiges anzufangen! Die genannten Veranstaltungen sind für mich der Beweis, dass der Intelligenzquotient der Bevölkerung dramatisch abnimmt. Man verplempert Zeit und Geld, fährt zig Kilometer zu solch schwachsinnigen Veranstaltungen und meckert über zu hohe Benzinpreise. Bei solchem, von Erwachsenen organisiertem, Blödsinn brauchen wir uns über die nach uns kommende Generation nicht mehr zu wundern. Meine Anteilnahme gilt dem bedauernswerten Lehrpersonal in den Schulen und am Arbeitsplatz.

Hans-Josef Misiorny, Bous