1. Saarland

Wadrill will bauwillige Familien im Ort halten

Wadrill will bauwillige Familien im Ort halten

Wadrill. Die große Weltpolitik mit ihrer Finanzkrise streifte Koch ebenso wie die Politik in der Bundesrepublik. Kernpunkte seiner Rede betrafen die Hochwaldregion und Stadt Wadern sowie den eigenen Ort

Wadrill. Die große Weltpolitik mit ihrer Finanzkrise streifte Koch ebenso wie die Politik in der Bundesrepublik. Kernpunkte seiner Rede betrafen die Hochwaldregion und Stadt Wadern sowie den eigenen Ort. Bedauerlich sei, so Koch, nachdem das Saargummiwerk in Büschfeld auf einem guten Wege im Hinblick auf eine Stabilisierung sei, die schlechte Nachricht aus Niederlosheim, wo Homanit 120 Arbeitsplätze abbauen möchte. Es gehe nicht an, Infrastrukturmaßnahmen mit öffentlichen Steuergeldern zu bewerkstelligen, um dann Adieu Richtung Osteuropa zu sagen.Auch mahnte Koch eine noch fehlende Zusage über den Erhalt des Krankenhausstandortes in Wadern an. Trotz Haushaltssicherungsgesetz, das auch Wadern das Sparen aufzwingt, stehen berechtigte Verpflichtungen an. Hier gelte es, keine Zuschussbescheide zeitlich verfallen zu lassen.

Beim Rückblick ins eigene Dorf stellte Koch zufrieden fest, dass Sitzerather Straße sowie Kirchstraße endlich ausgebaut wurden. Sein Dank galt allen Anwohnern, die mit viel Geduld und Opfern etliche Beeinträchtigungen über ein halbes Jahr lang in Kauf nehmen mussten.

Im neuen Jahr werde die marode Mühlenstraße mit Neuverlegung des Kanals, Installation einer neuen Wasserleitung sowie Grundsanierung der Fahrbahn erneuert. Hier wird auf Wunsch der Anlieger auf die Anlegung eines Gehweges verzichtet. Weiter sprach Koch den fälligen Einbau von Brandschutztüren in der Grundschule Wadrill an. Das neue Feuerwehrgerätehaus in Wadrill soll auf dem Vorplatz Alter Sportplatz errichtet werden. Entsprechende Zuschussbescheide für den Neubau und die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges liegen schon vor.

Eine Herzensangelegenheit ist für den Wadriller Ortsvorsteher nach wie vor die Schaffung von Bauland im "Flürchen", die er mit Vehemenz seit 1996 verfolgt. "Ein Dorf mit Schulstandort, das sportlich und kulturell enorme ehrenamtliche Leistungen erbringt, wird jeglicher Zukunftschancen beraubt, wenn es nicht bauwilligen jungen Familien mit Kindern Bauland anbieten kann", so das Fazit von Koch. Etliche Bauinteressenten konnten nicht im Ort gehalten werden. In diesem Zusammenhang verwies er auf den Tatbestand, dass es im Hochwaldort kaum leer stehende Wohngebäude gibt. Mit der Übergabe einer finanziellen Anerkennung für die erfolgreichen Motorsportlerinnen Kristin Trampert und Annika Stroh (Motorsportfreunde Hochwald Wadrill), immerhin deutsche Meisterin und Vizemeisterin im Kartslalom, schloss Koch seine Ausführungen. "Ein Dorf wird Zukunfts-

chancen beraubt, wenn es nicht jungen Familien Bauland anbieten kann."

Ortsvorsteher

Josef Koch