1. Saarland

Wadern legt Windkraft-Flächen fest

Wadern legt Windkraft-Flächen fest

Wadern. Der Stadtrat von Wadern hat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2012 in Sachen Windkraft Nägel mit Köpfen gemacht: Der Rat beschloss einstimmig eine teilweise Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt, mit der so genannte Konzentrationszonen für Windenergie-Anlagen ausgewiesen werden

Wadern. Der Stadtrat von Wadern hat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2012 in Sachen Windkraft Nägel mit Köpfen gemacht: Der Rat beschloss einstimmig eine teilweise Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt, mit der so genannte Konzentrationszonen für Windenergie-Anlagen ausgewiesen werden. Das bedeutet: Die Stadt hat jetzt klar ausgewiesen, wo im Stadtgebiet Windräder errichtet werden können. Dabei hat der Rat sich auf zwei Flächen festgelegt: Eine befindet sich in der Nähe von Wadrill, im Bereich Felsenberg/Benkelberg, die zweite nördlich von Nunkirchen. Wobei diese Fläche vom Stadtrat als Windkraftstandort zwar nicht gewünscht ist, aber, da sie bereits im Landesentwicklungsplan Siedlung ausgewiesen ist, nicht gekippt werden konnte.Der Stadtrat setzte mit dem Beschluss einen Schlussstrich unter ein mehrstufiges Verfahren zur Ausweisung potenzieller Windkraft-Standorte. Schon im Mai war ein erster Planentwurf, der auf einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten basierte, öffentlich ausgelegt worden, so dass die Träger öffentlicher Belange und Privatpersonen Einwände und Anmerkungen dazu geltend machen konnten.

Das beauftragte Gutachter-Büro hatte von 15 untersuchten Standorten vorweg acht als wenig geeignet betrachtet. Von den verbleibenden sieben Flächen wurden zwei weitere noch vor der Offenlegung aus den Planungen herausgenommen: zum einen ein Areal beim Springkopf in Wadrill, zum anderen eine Fläche nahe den Schwarzrinder Seen zwischen Nunkirchen und Thailen.

Im Zuge der Offenlegung waren zudem massive Bedenken gegen die geplanten Windkraft-Standorte nahe Vogelsbüsch (insgesamt drei Flächen) laut geworden. Der Rat beschloss bereits im Oktober, diese Flächen aus der weiteren Planung herauszunehmen. Weil dies eine wesentliche Änderung der bisherigen Planung darstellte, mussten die derart geänderten Pläne wiederum öffentlich ausgelegt werden. In der Sitzung kurz vor dem Jahreswechsel machte der Rat nun formell alles klar: Er beschloss, dass nur die Areale bei Wadrill und Nunkirchen als mögliche Windkraft-Standorte ausgewiesen werden sollen.

Gegen den Standort Wadrill, wo nach Aussagen aus den Reihen des Rates bis zu acht Windräder errichtet werden könnten, hatte die benachbarte rheinland-pfälzische Verbandsgemeinde Hermeskeil Bedenken geltend gemacht: Die Gemeinde hatte einen Mindestabstand möglicher Windräder zur nahe gelegenen Burgruine Grimburg von 1500 Metern gefordert. Rat und Verwaltung wollten dieser Forderung aber nicht entsprechen.