1. Saarland

V&B geht schonend mit Ressourcen und Umwelt um

V&B geht schonend mit Ressourcen und Umwelt um

Villeroy & Boch setzt weiter auf den Umweltschutz. Als Unternehmen, das neben regionaler Wirtschaftsgeschichte auch europäische Kultur- und Sozialgeschichte geschrieben habe, sagt Nicolas Luc Villeroy, Vorstand Tischkultur, fühle sich das Unternehmen in hohem Maße der Schonung natürlicher Ressourcen, dem vernünftigen Umgang mit Energie und der Langlebigkeit seiner Produkte verpflichtet.

Die Validierung des Produktionsstandortes Merzig nach der strengen EU-Umweltverordnung Emas III dokumentiert die Bemühungen von V&B, schonender mit Ressourcen und Umwelt umzugehen.

Jetzt überbrachten Umweltministerin Anke Rehlinger und Oliver Groll von der IHK die Zertifizierungsurkunde. Bei einem Rundgang konnten sie sich von den umgesetzten Maßnahmen zum Schutz der Umwelt überzeugen. "Für unser Projektteam war die Emas-Validierung eine große Herausforderung, schließlich mussten alle umweltrelevanten Funktionsbereiche und damit zahlreiche Mitarbeiter eingebunden werden", erklärte Nicolas Luc Villeroy. Wichtige Elemente waren unter anderem der effiziente Ressourceneinsatz und die Entsorgung von Abfällen in der Produktion sowie Aspekte der Instandhaltung und Arbeitssicherheit.

Konkret setzt sich der Standort Merzig in seiner Umwelterklärung zum Ziel, den spezifischen Energieverbrauch von rund 13 MWh pro Tonne hergestellter Produkte bis Ende 2015 um fünf Prozent auf 12,3 MWh zu reduzieren. Im laufenden Jahr soll dazu ein neues Druckluftkonzept umgesetzt werden, das die Modernisierung von Kompressoren vorsieht. Außerdem sollen ein Ausbau der Wärmerückgewinnung an den Brennöfen und eine Effizienzsteigerung des Dekorbrandofens zur Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen. Weitere Ziele sind auch die Reduzierung des unsortierten Gewerbeabfalls um 20 Prozent bis Ende 2014 und die Unterstützung von Lieferanten hin zu einem umweltbewussteren Verhalten.

"Wir freuen uns über die Auszeichnung, sehen diese jedoch gleichzeitig als Ansporn, unser Umweltmanagement weiter zu verbessern und das Bewusstsein unserer Mitarbeiter zu schärfen", führte Nicolas Luc Villeroy weiter aus. "Allein die Tatsache, wie viele Kunden sich über die Umweltfreundlichkeit unserer Fertigungen informieren, zeigt, wie stark die Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Wirtschaft zugenommen hat."

Umweltministerin Rehlinger bezeichnete das Emas-Umweltmanagementsystem als das anspruchsvollste seiner Art überhaupt. "Wer dieses System einführt und aufrecht erhalten will," sagte die Ministerin, müsse sich einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterziehen. Das funktioniere aber nur unter dauerhafter und starker Einbindung der Mitarbeiter. Als besonders eindrucksvolles Ergebnis des Umweltschutz-Engagements bezeichnete sie die Einsparung von 4200 Tonnen Kohlendioxyd pro Jahr durch eine praxisbezogene Optimierung des Brennofens. Die Umweltfreundlichkeit der Produkte, die Umweltbezogenheit der Forschungsprojekte und den prozessintegrierten Umweltschutz nannte sie wichtige und richtige Eckpfeiler des Umwelt-Engagements bei V&B.

Gute Nachrichten gab es auch für die Tischkultur-Produktion im sächsischen Torgau, die parallel zum Standort Merzig erfolgreich nach Emas validiert und nach ISO 14001 zertifiziert wurde. Zusammen mit der Sanitärfabrik in Mettlach und der Armaturenproduktion in Vargarda (Schweden) verfügen damit vier Fertigungsstandorte von Villeroy & Boch über die wichtige europäische Auszeichnung im Umweltmanagement.