Vulkan-Ausbruch in Marpingen

Marpingen. Mit einer klaren Niederlage, aber einer insgesamt dennoch guten Leistung hat sich Saarlandpokalsieger DJK Marpingen aus dem Wettbewerb um den deutschen Handballpokal verabschiedet. Die Moskitos verloren vor 250 Zuschauern gegen den Bundesligisten Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern mit 16:34. "Das Ergebnis ist zweitrangig

 Kein Durchkommen: Die Marpingerin Britta Buchholz sucht am Gästekreis nach einer Anspielstation. Doch Teamkollegin Kristin Klos (Zweite von rechts) ist abgemeldet. In der zweiten Halbzeit setzte Weibern seine körperliche Überlegenheit geschickt ein.Foto: Klos

Kein Durchkommen: Die Marpingerin Britta Buchholz sucht am Gästekreis nach einer Anspielstation. Doch Teamkollegin Kristin Klos (Zweite von rechts) ist abgemeldet. In der zweiten Halbzeit setzte Weibern seine körperliche Überlegenheit geschickt ein.Foto: Klos

Marpingen. Mit einer klaren Niederlage, aber einer insgesamt dennoch guten Leistung hat sich Saarlandpokalsieger DJK Marpingen aus dem Wettbewerb um den deutschen Handballpokal verabschiedet. Die Moskitos verloren vor 250 Zuschauern gegen den Bundesligisten Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern mit 16:34. "Das Ergebnis ist zweitrangig. Unsere erste Halbzeit war mehr als in Ordnung", stellte DJK-Trainer Manfred Wegmann heraus.Erstmals jubeln konnten die heimischen Handballfans auf der Tribüne, als Rückraumspielerin Britta Buchholz den Treffer zum 1:1 erzielte. Nach sieben Spielminuten parierte DJK-Torhüterin Carina Kockler einen Siebenmeter von Svenja Huber. Yvonne Detzler scheiterte zunächst vom Siebenmeterpunkt an Gäste-Torhüterin Patrycja Mikszto, legte ihr dann die abgeprallte Kugel mit einem frechen Heber aber zum zwischenzeitlichen 4:7 (18.) in die Kiste.

Im Angriff spielten die Moskitos frei auf. Und hinter der Deckung glänzte Torfrau Carina Kockler - wie auch später Giulia Wilhelmi - mit starken Paraden. "Beide haben sehr gut gehalten", bescheinigte Wegmann. Der Bundesligist hielt das Tempo sehr hoch und demonstrierte taktisch, technisch und individuell seine Klasse. Besonders dann, wenn Weibern im Angriff über rechts abräumte und die Linkshänderinnen Svenja Huber und Eva Frank in Szene setze. Doch die Moskitos blieben zunächst weiter dran. Christine Lezaud verkürzte mit zwei Treffern auf 6:11 (25. Spielminute), und die DJK ging nur mit einem 9:15-Rückstand in die Pause. "Wir haben schon gespielt. Marpingen war in der ersten Halbzeit ein guter Gegner, der uns gefordert hat", attestierte Gästetrainerin Ildikó Barna. Zu Beginn des zweiten Abschnitts stellte die Ungarin ihre Deckung auf eine defensivere 6:0-Abwehrformation um. Durch die körperliche und physische Präsenz zwang der Bundesligist die Moskitos mehrmals an den Rand des Zeitspiels. Die Folge: Undurchsichtige Abspiele, unplatzierte oder überhastete Würfe führten zu Ballverlusten, die die Vulkan-Ladies zu einfachen Toren nutzten. Nach 33 Minuten lagen die Moskitos erstmals mit zehn Toren hinten (9:19). Acht Spielminuten gelang ihnen kein Treffer, bis Kristin Klos das 10:21 markierte.

"Der Unterschied ist: Weibern trainiert täglich, wir drei Mal die Woche", meinte Wegmann gelassen. Der Trainer legte sein Hauptaugenmerk darauf, allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben, um sie so wichtige Erfahrungen sammeln zu lassen. "Ich war schon sehr aufgeregt", verriet die 17-jährige Nachwuchsspielerin Marie Kiefer, als sie von ihren Mitspielerinnen zur Ausführung eines Siebenmeters beordert wurde. Sicher verwandelte die A-Jugendliche den Ball zum 12:26 (45.). Auch die gleichaltrige Sara Urhahn nahm sich ihren Wurf. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als er drin war", sagte sie erleichtert.

Sara Urhahns erfolgreicher Abschluss zum 16:30 war zugleich der letzte Treffer der Moskitos im Pokalmatch. Weibern legte noch vier Tore nach und gewann mit 34:16. "Wir haben uns gut geschlagen und können eine positive Erfahrung für uns mitnehmen", bilanzierte Giulia Wihelmi. Mit großem Applaus honorierten die Zuschauer nach dem Abpfiff die Präsentationen von beiden Mannschaften. In der nächsten Runde des Saarlandpokals sind die Vorzeichen genau umgekehrt. Dann treten die Marpinger Moskitos als Titelverteidiger und haushoher Favorit beim Bezirksligisten HSV Wemmetsweiler an.

Tore für die DJK Marpingen: Christine Lezaud (4), Katharina Leib (3), Britta Buchholz (2), Marie Kiefer (2/1), Steffi Schreier, Kristin Klos, Yvonne Detzler, Carolin Wegmann und Sara Urhahn (je 1).