Vorwurf der Scheinbeschäftigung gegen Amtsleiter

Homburg · (pn) Der Leiter des städtischen Kulturamtes Homburg, Klaus Kell, wird verdächtigt, seine Frau zum Schein beschäftigt zu haben. In einem anonymen Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, wird Kell vorgeworfen, er habe seine Frau in der Stiftung Römermuseum, in der er Geschäftsführer ist, für ein Entgelt von 400 Euro im Monat beschäftigt, ohne dass diese je für die Stiftung oder die Stadt gearbeitet habe. Die Stadt bestätigte auf Nachfrage das Beschäftigungsverhältnis, das 2010 begonnen habe und im Sommer 2016 von Frau Kell selbst aufgekündigt worden sei. Sie sei vom Stiftungsvorstand um den damaligen Oberbürgermeister Karlheinz Schöner eingestellt worden, nicht von Kell selbst. Die geforderten Arbeitsleistungen habe sie erbracht. Im Jahr 2010 gab es in Homburg noch große Pläne für das Römermuseum in Schwarzenacker, die im Zuge des Sanierungshaushalts der Stadt aufgegeben wurden. Das Dezernat für besondere Ermittlungen und Korruption beim Landespolizeipräsidium untersucht die Vorgänge.

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