1. Saarland

Von wegen schöne neue sportliche Welt

Von wegen schöne neue sportliche Welt

Endlich können wir uns auf das Sportliche konzentrieren. Wieder einer dieser Sätze aus dem unendlichen Fußball-Floskel-Fundus. Keiner der ganz Großen, sozusagen eher aus dem Floskel-Grundkurs. Aber wie viel Hoffnung in ihm liegt. Seien es interne Streitigkeiten, Unruhe im Umfeld, finanzielle Sorgen oder wie beim Landesligisten VfR Saarbrücken ein wenig von allem

Endlich können wir uns auf das Sportliche konzentrieren. Wieder einer dieser Sätze aus dem unendlichen Fußball-Floskel-Fundus. Keiner der ganz Großen, sozusagen eher aus dem Floskel-Grundkurs. Aber wie viel Hoffnung in ihm liegt. Seien es interne Streitigkeiten, Unruhe im Umfeld, finanzielle Sorgen oder wie beim Landesligisten VfR Saarbrücken ein wenig von allem. Dieser Satz verkündet das Ende der düsteren Zeit, schließt ab mit dem nicht-sportlichen Ungemach. Rosig der Anblick der blühenden sportlichen Landschaften vor einem. Kein Blick zurück in die nicht-sportliche Wüstenei, die hinter einem liegt. Ab sofort nur noch sportliches. Also wunderschönes. Aber wer sagt eigentlich, dass das Sportliche immer positiv sein muss? Da hat der VfR Saarbrücken vergangene Saison mit viel Schweiß und Arbeit die Insolvenz abgewendet. Und natürlich fiel dann auch dieser Satz vom nur noch Sportlichen. Und jetzt? Sieglos, beinahe punktlos und hoffnungslos gen Abstieg schlitternd steht der VfR auf dem letzten Platz der Landesliga Südwest. Und am vergangenen Wochenende ging sogar das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Herrensohr mit 0:3 in die Hose. Nicht, dass das bei momentan fünf Absteigern viel geholfen hätte . . .Also nichts mit der vielgepriesenen sportlichen Zukunft fernab all der Nicht-Sportlichkeit. Vielleicht sollte man das auch gar nicht so streng trennen. Geht auf Schalke ja auch. Gefühlte 500 Millionen Schulden, und trotzdem läuft es sportlich. Nicht dass der VfR jetzt ein paar Millionen Schulden machen sollte. Spieler kaufen geht ja ohnehin erst wieder im Winter.