1. Saarland

Von Pfälzern und vergessenen Hymnen

Von Pfälzern und vergessenen Hymnen

Hoof. "Typisch saarlännisch" war das Motto einer sehr gut besuchten volkskundlichen Veranstaltung des Heimat- und Kulturvereins Ostertal im Protestantischen Gemeindehaus mit dem Buchautor Günther Klahm aus St. Ingbert

Hoof. "Typisch saarlännisch" war das Motto einer sehr gut besuchten volkskundlichen Veranstaltung des Heimat- und Kulturvereins Ostertal im Protestantischen Gemeindehaus mit dem Buchautor Günther Klahm aus St. Ingbert. Mit Blick vor allem auf die ältere Generation sah Klahm "Dibbelabbes, Lyoner, Schwenker, Maggi, Bier, Vereine und Feste feiern" als die hauptsächlichen Bestandteile der saarländischen Identität an. Klahm las und erzählte von der Nachkriegszeit und einem wohlbeleibten Ministerpräsidenten, der einmal in einem Lokal "e Käsplatt" bestellte, vom Ober aber die Saarländische Volkszeitung (Ihr Käsblatt) serviert bekam. Er berichtete von der Nationalhymne des autonomen Saarlandes, die 1950 eingeführt wurde, die man nach dem Anschluss an Deutschland aber aufzuheben vergaß, so dass sie bis zum Jahr 2003 offiziell Gültigkeit behielt. Themen waren auch "Hauptsach gudd gess", "Saarlänner un Pälzer" - was sich liebt, das neckt sich, Grenzgänger und Schmuggler, was die Kenner damals spielten, von Freggerde on Lauskrodde, Rommelebooze on Helloween, Dophiencher un Cremschnittcher. Beim Publikum wechselten Schmunzeln und Lachsalven, aber auch Nachdenklichkeit und Wehmut in bunter Folge ab. Passend zum Thema spielten und sangen Walter Harth (Schifferklavier und Gesang) und Asi Armin Harth (Gesang) typisch saarländische Lieder.Zu Beginn hatte der Vereinsvorsitzende Hans Kirsch den Referenten Günther Klahm, der Lehrer und Rektor einer Schule ist und eine Reihe volkskundlicher Bücher veröffentlicht hat, vorgestellt. Am Ende des Programms sangen die Anwesenden gemeinsam alte Volkslieder. kam