Von Hasen und Handys

Der Hase mag ganz unschuldig dahergehoppelt kommen - täuschen lassen sollte man sich davon nicht. Daran hat diese Woche Manfred Krischek erinnert. Der Geschäftsmann ist Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Saarbrücken. Für ihn und seine Mitgesellschafter geht gerade nicht nur 2011, sondern auch das "Jahr des Hasen" zu Ende

Der Hase mag ganz unschuldig dahergehoppelt kommen - täuschen lassen sollte man sich davon nicht. Daran hat diese Woche Manfred Krischek erinnert. Der Geschäftsmann ist Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Saarbrücken. Für ihn und seine Mitgesellschafter geht gerade nicht nur 2011, sondern auch das "Jahr des Hasen" zu Ende. Ein Jahr, das den Freunden in Japan erst ein Erdbeben und einen Tsunami, dann die Reaktorkatastrophe von Fukushima gebracht hat. Die Katastrophe schlug weit über Japan hinaus Wellen. "Der Hase", schrieb Manfred Krischek diese Woche an die Mitglieder und Freunde der in Saarbrücken sehr starken Deutsch-Japanischen Gesellschaft, "hat der Welt viele Erschütterungen gebracht".Ganz unschuldig wie ein Hase kam diese Woche auch eine Mitteilung der Stadtverwaltung dahergehoppelt. Das "Handyparken" werde bequemer, lautete die Botschaft. Wobei es nicht darum geht, sein Handy irgendwo zu parken - auch wenn das sicher eine willkommene Einnahmequelle für die Stadtverwaltung wäre. Es geht darum, dass Autofahrer per Kurznachricht vom Handy an einen Computer ihre Parkgebühren bezahlen können. Das gibt es schon länger, aber jetzt sei das mit dem Bezahlen der Parkgebühren über die Mobiltelefonrechnung angeblich noch einfacher.

Es folgte eine Welle des Autofahrer-Protestes. Einfacher mag das jetzt sein, aber auch teurer, werfen sie der Stadtverwaltung vor. Weil man nicht mehr minutengenau abrechne, sondern stundenweise, kassiere die Stadt mehr als bisher.

Es gehe nicht um Abzocke, sondern um die "Gleichbehandlung" der "Handyparker" mit denen, die ihr Ticket mit Münzen bezahlen, verteidigte Stadtpressesprecher Thomas Blug die Verwaltung. Und sagte dann einen Satz, der an Walter Ulbrichts Beteuerung "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!" kurz vor dem Bau der Berliner Mauer erinnert. "Es geht niemandem darum, das Parken teurer zu machen", sagte Blug. Man muss kein Hase sein, um da die Ohren erst zu spitzen und dann anzulegen.

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