1. Saarland

Von der Bundeswehr über die Gewerkschaft in den Bundestag?

Von der Bundeswehr über die Gewerkschaft in den Bundestag?

St. Wendel. Matthias Moseler aus Baltersweiler soll nach dem Willen des SPD-Kreisverbandes St. Wendel für die Sozialdemokraten den Bundestagswahlkreis 298 erobern. Einstimmig hat der SPD-Kreisvorstand den 51-Jährigen jetzt nominiert. Das geht aus einer Pressemitteilung der Partei hervor. Als Direktkandidaten aufstellen kann ihn allerdings nur eine SPD-Wahlkreiskonferenz

St. Wendel. Matthias Moseler aus Baltersweiler soll nach dem Willen des SPD-Kreisverbandes St. Wendel für die Sozialdemokraten den Bundestagswahlkreis 298 erobern. Einstimmig hat der SPD-Kreisvorstand den 51-Jährigen jetzt nominiert. Das geht aus einer Pressemitteilung der Partei hervor. Als Direktkandidaten aufstellen kann ihn allerdings nur eine SPD-Wahlkreiskonferenz. Und der gehören nicht nur die Delegierten aus dem St. Wendeler Land an, sondern auch aus dem Landkreis Neunkirchen mit Ausnahme der Stadt Neunkirchen und der Gemeinde Spiesen-Elversberg, außerdem Lebach und Schmelz aus dem Landkreis Saarlouis sowie Heusweiler aus dem Stadtverband Saarbrücken. All diese Kommunen gehören zum Wahlkreis 298. Ob sich die Delegierten dem St. Wendeler Vorschlag anschließen, muss sich also noch zeigen.Matthias Moseler ist verheiratet und wohnt in Baltersweiler, wo er SPD-Ortsvereinsvorsitzender ist. Beruflich ist der gelernte Kfz-Mechaniker seit 1979 im ehemaligen Heeresinstandsetzungswerk, heute HIL GmbH, in St. Wendel beschäftigt. Von 2001 bis 2005 sammelte er als Personalratsvorsitzender erste Erfahrungen in der örtlichen Personalratsarbeit, bevor er 2005 Betriebsratsvorsitzender des nun von der HIL GmbH übernommenen Heeresinstandsetzungswerks wurde. Bereits 2006 wurde er Gesamtbetriebsratsvorsitzender der HIL-Unternehmensgruppe mit bundesweit 2400 Mitarbeitern und hat dieses Amt bis heute inne. Als Bundesfachgruppenvorsitzender Bundeswehr der Gewerkschaft Verdi vertritt er die Belange der Arbeitnehmer der Bundeswehr. Ergänzt wird diese Tätigkeit durch seine Mitgliedschaft in der SPD-Bundesarbeitsgruppe "Sicherheit und Bundeswehr".

SPD-Kreisvorsitzender Magnus Jung sieht in Matthias Moseler einen hervorragenden Kandidaten: "Matthias Moseler vertritt wie kein anderer die Ideale der Sozialdemokratie. Schlagworte wie soziale Gerechtigkeit sind für ihn nicht nur Worthülsen, sondern Ideale, die er mit seiner gewerkschaftlichen Tätigkeit tagtäglich mit Leben erfüllt."

Bei der Bundestagswahl 2009 trat für die SPD der Abgeordnete Rainer Taibillion aus Marpingen als Direktkandidat an und wollte erneut in den Bundestag einziehen. Tabillion musste sich aber der CDU-Kandidatin Nadine Schön geschlagen geben. Sie holte 12 820 Stimmen mehr, siegte mit 40,1 Prozent vor Tabillion (30,9 Prozent). Insgesamt gab es sechs Kandidaten. vfFoto: SPD