1. Saarland

Von Altersmüdigkeit keine Spur

Von Altersmüdigkeit keine Spur

Eigentlich könnten sich Max Greger, Paul Kuhn und Hugo Strasser schon längst zur Ruhe setzen. Das Renteneintrittsalter haben die drei Musiker seit geraumer Zeit überschritten und auch beruflich haben die Swing Legenden wohl alles erreicht. Doch die Musik ist wie eine Droge, sagt Max Greger (siehe Interview) und diese Leidenschaft fesselt ihn und seine zwei Musikerkollegen seit über 50 Jahre

 Am 9. August stehen die Swing-Legenden (von rechts) Max Greger, Hugo Strasser und Paul Kuhn zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne. Foto: Ruppenthal
Am 9. August stehen die Swing-Legenden (von rechts) Max Greger, Hugo Strasser und Paul Kuhn zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne. Foto: Ruppenthal
 Am 9. August stehen die Swing-Legenden (von rechts) Max Greger, Hugo Strasser und Paul Kuhn zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne. Foto: Ruppenthal
Am 9. August stehen die Swing-Legenden (von rechts) Max Greger, Hugo Strasser und Paul Kuhn zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne. Foto: Ruppenthal
 Am 9. August stehen die Swing-Legenden (von rechts) Max Greger, Hugo Strasser und Paul Kuhn zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne. Foto: Ruppenthal
Am 9. August stehen die Swing-Legenden (von rechts) Max Greger, Hugo Strasser und Paul Kuhn zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne. Foto: Ruppenthal

Eigentlich könnten sich Max Greger, Paul Kuhn und Hugo Strasser schon längst zur Ruhe setzen. Das Renteneintrittsalter haben die drei Musiker seit geraumer Zeit überschritten und auch beruflich haben die Swing Legenden wohl alles erreicht. Doch die Musik ist wie eine Droge, sagt Max Greger (siehe Interview) und diese Leidenschaft fesselt ihn und seine zwei Musikerkollegen seit über 50 Jahre.Am Münchner Konservatorium studierte Greger Klarinette und Saxofon, spielte nach Kriegsende in kleinen Jazzorchestern oder machte Tanzmusik in amerikanischen Offizierskasinos. 1948 gründete er sein Max-Greger-Sextett und nahm schon bald erste Schallplatten auf. Große Popularität erlangten dabei Eigenkompositionen wie "Auf Bergeshöhen", "Keiner küsst wie Du" oder der "Teenager Cha Cha". Der große Durchbruch kam 1959, als Greger mit seinem Orchester als erste westliche Band seit 35 Jahren in der Sowjetunion gastierte. Auch Hugo Strasser konnte nach Kriegsende wieder seiner Musikleidenschaft frönen. Nach glücklicher Heimkehr aus dem Krieg spielte der Münchner ab 1945 in den Soldatenclubs der US-Army, wo seine Neigung zur Swingmusik voll zur Geltung kam. Über die Freddy Brocksieper-Band kam er 1949 zu Max Greger. Die großen Erfolge der ersten fünf Jahre mit Max Greger ließen in ihm den Entschluss reifen, selbst eine Band zu gründen. 1955 hatte das Orchester Hugo Strasser Premiere und spielte seine erste Ballsaison im Deutschen Theater in München. Die Jazzplatten von Glenn Miller und Benny Goodmann, die Paul Kuhn heimlich als Schüler hörte, entfachten in ihm eine Leidenschaft, die ihn bis heute nicht mehr losgelassen hat. 1951 gründete Kuhn sein erstes Quartett und eroberte sich in der Gunst der deutschen Zuhörer schnell den ersten Rang unter den Pianisten. Mit Hits wie "Der Mann am Klavier" oder "Die Farbe der Liebe" machte sich Paul Kuhn auch als Komponist einen Nahmen. Seit vielen Jahren ist Paul Kuhn nun ständiger Gastdirigent der SWR Big Band. bali